Ausgabe 
23.1.1802
 
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3) Da die Ehefrau des in den Schutz nach Groscnlmden rezipirten Inden Sa­muel Maier die ausdrückliche Erklärung gegeben, daß sie mit ihrem Ehemann ei­nen gemeinschaftlichen Handel nicht füh­ren, und sich in Absicht auf die von demselben etwa gemacht werdendeSchul- deu ihre weibliche Rechtswohlthaten Vor­behalten wolle; so wird dieses hierdurch öffentlich bekannt gemacht, damit die­jenige , welche mit erjagtem Juden in Handelsverkehr treuen, sich darnach be­messen mögen.

Giessen den Zten Januar 1802.

Fürst!. Hess. Oberamt das.

4) Ein auf dem Nahrungsberg in einer sehr angenehmen Lage liegender nicht allein zum Nutzen sondern auch zum Vergnügen eingerichteter Garten, ist auf ein oder mehrere Jahre gegen billige Be­dingungen zu verlehnen. Ausgeber die­ses Blatts giebt nähere Nachricht,

5) 2600 bis 3000 fl. können zusam­men , oder zertrennt gegen gerichtliche Hypothek zu 5 p. c. ausgeliehen werden. Ausgeber dieses giebt Nachricht, bei wem?

Aufforderung.

Alle diejenige, welche an den Herrn Geheimen Regiernngsrath und Professor Hezel, der die hiesige Akademie verlas- sen, und einen sehr vortheilhaften Ruf als Professor auf der Universität zu Dor­pat in Rußland angenommen hat, aus irgend einem Grunde eine Anforderung zu haben vermeinen, werden hierdurch, auf ansdrückliches Verlangen des Herrn Geheimen Regieruugsraths und Profes­sors Hezel und dessen Familie, ersuchet, ihre Forderungen zwischen hier, und Ende des künftigen Monats Februar, bei deren Bevollmächtigten, hem Regie­

rungs-Advokaten Dr. Snndheim dahier, so gewiß anzuzeigen, und richtig zu stel­len, als sonst sie sich es selbst zuzuschrei­ben haben, wenn sie dermalen ihre Be­friedigung nicht erhalten, sondern damit an den neuen Aufenthalt und Gerichts­stand des Herrn Geheimen Regierungs­raths und Professors Hezel in Rußland werden verwiesen werden. Giesen am 2iten Jänner 1802,

Nachricht und Bitte.

Durch die Anzeige des Herrn Heyer- ist eS dem verehrten Lesepublikum bereits bekannt, daß ich dessen seit ro. Jabren allhier geführte Leih - und Lesebibliothek an mich gekauft habe. Ich finde nun nur noch nöthig zu bemerken, daß ich diese Leih- und Lescbibliothek mit aller Ordnung und Thäligreit sortsetzen, viele neue und intcresswre Schriften hinzusü- gen. und dem Institut meine ganze Auf- merksamkeit widmen werde.

Die Bedingungen, welche bisher bei Herrn Heyer statt fanden, werde ich auch beibehalten, und um deren Erfül­lung bitten.

Im Monat Februar perde ich eine Fortsetzung des Lesekatalogs austheilen, worinnen gröstenkheils ganz interessante Schriften und mehrere klassische und Mei­sterwerke enthalten sind.

Giesen den 20. 3an. j§o2r

H. G. Stamm.

An Eltern , welche für ihre Rinder besondere Lehrstunden wün­schen , oder sonstige Personen, die Privatunterricht suchen.

Es möchte jemand täglich etliche Stunden Unterricht g?ben, und sucht zu dem Ende ein Paar wackere Schüler. Am liebsten würde er im Lesen, in der Deutschen Orthographie, einer jedem Manne, selbst dem Bürger und Land-

manne