Ausgabe 
17.4.1802 Berichtigung
 
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Berichtigung.

(Achon Wahnteich mich den Stürmendes Schicksals, dessen Wechsel ich so oft erfuhr, entronnen; schon freute ich mich in dem Zirkel meiner kleinen Familie einer frohen Zukunft, träumte nur Seligkeiten, und glaubte durch Rechtschaffenheit, Fleis, saure Mühe, und rastloses Bestreben, den Mei­nigen ein Glück zu bauen: als plözlich all' meine schönen Ideale wie Traume verschwanden, alle meine Gebäude von Glückseligkeit einstürzten, und ich ohne Freund einsam wie ein dürrer Baum da stand, dessen Blütter welk­ten , und dessen Aeste abfielen.

, Ein hämisches Geschick, ins heuchelnde Gewand erlogner Teilname ge­hüllt, untergrub durch den Zauber schmeichlerischer Täuschungen Jahre lang meine Ruhe, zertrümmerte meine Hofnungen, zertrat mit dem Hohn­gelachter der Hölle meinen häuslichen Frieden, zerriß die zärtlichsten Banhe einer glücklichen Ehe, und raubte mir sogar noch rin Herz , das die hei­ligste Sympathie des Bluts an mich knüpfte.

Der rechtschafne Mann hat für'seinen Kummer keine Thranen, son­dern er handelt; er weicht der Kabale aus , aber er fürchtet sie nicht. Der Mann aber, welcher sich selbst bewußt ist, und beide Seiten seines Schiksals , die gute und böse kennt, bietet ihm muthig die Stirn, und schont nichts, besonders wenn er wie ich, gerechte Sache hat, wenn blos lächerliche Schikanen und albernes Interesse kleinlicher Menschen gegen ihn die