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Wiesen» (Beschluß.)

f) 2lcussere Rennzeichen der in; nern Güte. Bei Strom - ober Fluß- wiesen, ungleichen bei denjenigen., welche ehemals Feld- und Waldbrücher waren, geben die Holzarten, welche ehemals darauf gestanden hatten, gute Kennzei- cheu der inner» Beschaffenheit des 2Vie- sengrundes ab, und in dieser Rücksicht theilt mau den Grund solcher Wiesen in Werfft - Erlen - und Birken-Grund. Jeder dieser z Gründe, ist von dem an­dern, sowohl in Ansehung des reichli­chen Zn wachsest als auch in Betracht der Eigenschaften des darauf wachsenden Grases sehr unterschieden.

Der Werfftgrund sezt eine dicke feste Grasnarbe an. Das darauf wachsende Gras wachst zwar niemals so doch als auf andern Wiesen, aber es steht desto dichter, ist fein, süs, und man erhält mehr an Gewicht. Ein Centner dieseö Heues hat bei dem Vieh mehr Wirkung als 2Ctr. vom Erlengrund gewonnenes, welcher theils nur weniges, rheils ma­geres '.Gras, besonders an rothbrüchi- gen Stellen bervorbrmgt. Das Gras von Wiesen, welche ehemals mit Erlen bestanden waren, wechselt bald imtgrv- bem Schilfe, bald mir feinen Grasern ab. Die Ränder siitd gewöhnlich noch der beste Theil solcher Wiesen, weil sie wenig Rothbruch enthalten, und meist beständig durchwassert werden. Die übrigen Theile sind fast immer flekweise mit Rothbruch (eisenschüssigem Erd­reich) vermengt. Bemerkt man auf Wie­sen Birkengestrauche, auch hie und da einen Anflug iungerFichten und magrer Tannen; so ist dieses ein Kennzeichen von einem sehr unfruchtbaren Wiesenqrunde.

Gras ist mager, und oft mögen es

nicht einmal die Schweine freffeit. Berg» wiesen bringen gemeiniglich ein feines süses Gras, das zwar nicht hoch wird, aber dicht steht, und mit gewürzhaften Pflanzen ( Phellandrimn mutellina, Plantago alpina ) vermengt siiid. Die Alpen, der Harz, und andre Berglän­der sind langst wegen ihrer Viehzucht, und guten Butter und Käse berühmt. Die Thiere werden geschwinder fett, ha­ben ein saftigeres wohlschmeckenderes Fleisch, und das Vieh wird gros und stark. Allein der Ertrag der Bergwie­sen ist nicht sonderlich reichlich: beim hier hängt fast Alles von der Witterung ab. Ist der Vorsommer naß, so ist die Heuerndte reichlich; wo nicht, so liefern Bergwiesen wenig oder gar nichts.

g) Auch die auf den Wiesen wach­senden Graser müssen untersucht werden. Die besten Futtergraser sind nach Erfah­rung folgende: Honiggras, franz. Ray- gras, Fuchsschwanz, Ruchgras, glat­tes Perlglas, Schaafschwingel, Wie­sen S. gesteckter S. Manna S. Wasser- schnnele^ Rasenschmiele, graue Schmiele. Je mehr nun noch gute Futterpflanzen: Kleearten, Platterbsen, Erdnüsgen, Al- chemille, Wicken, Pimperneile, Biber­nelle u. d. unter jenen Gräsern stehen, desto schazbarer ist die Wiese.

h) Aber auch die Unkräuter der Wiese muß man kennen lernen. Die ge­meinsten sind folgende: Zeitlose, Hunds­petersilie (Glais, Gneis) verichiedene Ranunkeln, Ackermünze, Pipau, Ha- bichtkraut, Serapie, Gift-Lattich, Ane­mone, Schierling, Nosfenchel, Son- nenthau, Hahnenkamm, verschiedene Ar­ten Schaftheu, Pfersichkraut, Bauern­senf, Bingelkraut, Eupatorium, Kü­chenschelle, Eppich, Wassernabel, Re­bendolde. Wiesen welche häufig mir

Bin-