— ) Z4 ( -
Beim fünften oder sechsten Bauchenkann man der Lauge etwas Seife, auf ioo^f. Waare l Pf. Seife, beimifchen, und die Waare damit stark durchtretten lassen , worauf sie erst eigentlich gebaucht wird. Ist aber noch eine Lange erforderlich, so bleibt die Seife weg. Sind die Waaren nach der sechsten oder siebenten Bauche, und nachdem sie jedesmal ei- uige Tage auf dem Plan gelegen haben, „och nicht weis genug , so werden sic mit weiser Seife stark eingerieben, in den Waschwannen scharfdurchgetretten, dann in die Bauchwannen gelegt, und mit ganz schwacher Lauge noch einmal ge-
niren.
*) Diese saure Flüssigkeit muß beständig in einer Warme von 55 Grad Reanm erhalten werden können, Man muß also die 38an»en auf gemauerte beibbare Zuge setzen. Erhalt die gebleichte ganz feine Waare Flecken, so taucht man mauste in eine Flüssigkeit, die aus i The,le wesentlicher Weinsteins^ oder Zuckersäure, und 140 Theisen warmen Wasser besteht, lüst sie 6Stnnden darin stecken, waicht ste dann fleisig aus in Flußwasser, woraufman sie auf der Bleiche trocknet, dgnn blauet und appretirt, Die Waare verlieft 25 — 30 P, Cl am Gewicht, ehe ste weis wird.
Die gebrauchten Laugen kann man nun
0) auf Pottasche nutzen. Man dampft ste in de» Abdampfpfannen bre iur Homgoicke ab, läst dann diese Masse unter stetem Umrühren in dem Em- tiocktopf zur Trockne abrauchen und den schwarzbraunen: Rückstand" wie jede andre rohe Pottasche calci-
mit einem Gesiechte geschalter Weidenru- then bedeckt, dann die Waare in den Kessel geschichtet, und oben abermals, mit einem Geflechte von Weidenrntben bedeckt , auf welches ein von einigen schweren starken Stücken tannenen Holzes zu- sammeugefügtes Kreuz gelegt wird',' um die Waare stets niedergedrückt zu erhalten.^ Dann giest man die Lauge auf, erhält sie Z Stunden in masiger Warme, Z andre in der Siedlsttze, und verfahrt dann mit der gebauchten Waare, wie vorhin gelehrt wurde.
Vorbereitung baucht. Ist die Lauge erkaltet, so wäscht
des leinenen Garns und Tuches zum man die Waare sorgfältig Mit. Wass?r
Bleichen. ^^^^,^ ^11 neüem einige Tage auf
Verfolg. die Bleiche. gulezk nimmt Wi sie auf,
Vancht man Waaren im Kessel, so geichüttelt,, die Leinewand
werden diese mit dem erwähnten Hölzer- J n.11 ctr sikmengt, geprest und
neu Rande versehen, auf ihrem Boden, sf.f QM«! feine Waare, der man ' ' ' 1 ' den höchsten Grad der Weisse geben will,
taucht man vor der -Appretur in ein Ge- miia) aus 150 Theilen lauwarmen Was- ftr und i Theil englischen Vitriolsauer. Darm bleiben sie 30 - 60 Minuten, woraus man sie starL.. auöringt oder preßt, sorgfältig mit Äusser auswascht, und eann in schwache wasserbelle, ganzunqe- faibte Lauge legt, worin» sie 6 Stun- d en bl et b t, worauf tn a 11 sie heraus nimmt, sehr oft und fleisig wascht, dann troknet und appretirt.i:) Grobe und mittelfeine Waare behandelt man auf eben die Art, aber mit.Kleienwasser, das in die saure Gahrung übergangen ist, mit sauer gewordenem Malzauszug, auch wohl mir saurer Milch, worein man die Waare 8 Tage lang steckt, dann wäscht, trocknet und apprerirt.


