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wiesen.

(Verfolg.)

<T) Auch die Nachbarschaft tber Wiesen kommt in Betrachtung. Thaler werden noch am häufigsten zu Wiesen benuzt, aber man findet sie von sehr ver­schiedener Beschaffenheit. Manche sind von hohen waldigen Gebirgen ringsherum eingeschloffen, und dies vermindert die Güte solcher Thakwiesen sehr. Es fehlt der nöthige Durchzug der Luft, und in Thälern dieser Art ist die Kälte weit strenger als auf andern Wiesen, der Schnee häuft sich mehr an, und geht später weg. Lauter Umstände, die dem Graswuchs nicht günstig sind I In den­jenigen Thälern die sich entlängs von Gebirgen ziehen, ohne von ihnen auf allen Seiten umgeben zn feyn, trifft man gemeiniglich die schönsten Wiesengründe an. Ferner: Wiesen, die mit fetten Aeckern umgebe» sind, haben eine sehr nachtheilige Nachbarschaft. Aber die vermischte Lage beider (Gemeinheit), hindert jede Melioration derselben. So ist es auch nicht gleichviel ob eine Wiese an Land - oder Fußstrassen stoße oder nicht, und wie diese Straffen beschaffen sind. Ein wildreicher Wald im Rücken oder zur Seite, macht die Wiese des Nachts zn einem Sammelplatz des Wil­des , und wenn Kümmel, Ebermünz, Erdnäßgen darauf stehen , wühlt sie das Schwarzwild um. Hohe waloige Berg­wände beschatten schmale Wiefenthäler, hindern die freie Strömung.^ der Lust, halten die Sonnenstrahlen auf, und sind sie mit Bäumen bestanden- deren Saame rnit dem Wind ßb flieg?, so werden die Wiesen dadurch verunreinigt.

p). Auch die Grasnarbe muß un­tersuche werden. Man versteht darunter tzie Berufung oder obere Schicht der

Dammerde mit dem Wurzelgewebe der Grasstöcke. Sie ist das Magazin, auS welchem die Natur immer neue Gräser her- vortreibr, und durch welche die Wiesen sich selbst venüngen. -Allzuviele Naße hindert sie, daß sie sich nicht bilden kann: denn die Graswurzeln müssen nothwen- big in ihrer nächsten Oberfläche einen fe­sten Grund haben, auf welchem sie sich anlegen können, und diesen finden sie in tiefen sumpfigen Wiesen nur «elten. Da auch die Graswurzeln mäsigeFeuchtigkeit lieben, und trockne Wiesen daran Man­gel leiden, so bilder sich darauf gar keine oder nur eine dünne Grasnarbe. Immer findet man daher die besten und dauer­haftesten Grasnarben auf Wiesen, deren Grund gemischt ist, und eine gcmäsigt frische Lage genießt. Da nun ihre Ver­letzung , ohne Beschädigung der Gras­wurzeln, aus denen sie gewebt ist, und von denen der ganze Graswuchs abhängt, nicht möglich ist; so muß der Landwirth alles sorgfältig vermeiden, was die Gras­narbe verletzen kann , welches auf man­cherlei Art möglich ist. Vorzüglich ge­hört hieher das Behüten im Frühjahr und bei nasser W>rrernna. Durch das allzu­tiefe Abmähen des Grases werden dis flach laufenden Wurzeln sehr leicht ver- lezt, mid dadurch ein Ausfall in dem Heu-Ertrag des künftigen Jahres ver­ursacht. Dieses finvet man besonders bei Wiesen, die verpachtet waren, weil die Pachter nur dahin trachten, so viel Heu als möglich zu bekommen. Endlich ge­hören auch die schmalen Räder der Heu­wägen mit unter die Wiesenverderber.

(Fvrtsezzung folgt.)

Bekanntmachungen.

r) Dienstags, den 2gten dieses, des Nachmittags um 2 Uhr, soll das ehema­lig von Senkenbergische, nunmehro dem Kind des Hrn. Rittmeisters von Bnfeck

Zuge-