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* ) 3°

Vorbereitung

-es leDenen Garns und Tuches zum Bleichen»

Verfolg.

Wil! man nun bauchen, (fo schüt­telt man das Garn wohl auf, und legt eS in die Wannen locker. Die Leinewand - legt man gefacht neben und auf einan­der. *) So füllt man die Wanne bis auf 2/3 ihrer Höhe mit Waare an, giest dann kaltes Wasser, oder schon gebrauchte Lauge darauf, daß die Waare i Fus hoch damit bedeckt ist. Von io zu 10, oder von 14 zu raStunden, zapft man das Wasser ab, bis es ganz klar und rein abfliest. Dann last man das Wasser abträufeln, wäscht die Waare in frischem Flußwasser, und reinigt sie möglichst durch Waschen Und Klopfen. Dann hangt man das Garn auf doppelten Staben, so daß es an dem einen hängt und den andern tragt, auf, die Leinewand aber legt man auf die Bleiche. Das Garn wird von Zeit zu Zeit geschüttelt, damit sich die Fäden nicht anein-ander hängen, sondern sich los geben, und gerade zie­hen. Sind die Waaren trocken, so legt Man das Garn in ein Bauchschaff, facht die Leinewand, und legt sie neben und auf einander in andre Wannen. Wah­rend dessen- wird die Lauge vom ersten Aescher mäßig heiß gemacht, durch ein drchtes Aeschertnch gelassen, bis das Faß ganz voll, und die Waare sattsam damit bedeckt ist. Man thetlt alle Laugen vom ersten Aescherfaß in 2Theile, erhizt, so wie die erste Hälfte ausgegossen worden ist, den andern Tbeil derselben, macht diesen um einige Grade heisser, zieht dann den ersten Thei! ab, und giest den zweiten Theik der Lauge wieder auf. - Zu dieser Arbeit sind etwa 5 Stunden, erfor-

Man svrtire die Waare genau nach

(

derlich. Dann wird die erstf, so eben von der Waare abgelassene Lauge fast bis zum Sledpuner erwärmt, und wenn der zweite Aufguß abgezogen word'cn, wieder aus die Waare gegossen. Diese Arbeiten werden 16- Stunden lang wtederhohlt , bis die Lauge 3-4 mal he,ß aufgegossen worden ist, und nun eine trübe dunkelbraune Farbe erlangt hat, dann läst man sie sämtlich noch 6 blö 8Stunden auf den Waaren stehen. Hierauf wird die Lauge abgegossen und in ein Laugensaß gethan, damit aber nichts von. ihr, zuruckbleibe, gieset man 2, Z 4mal, 3 4 Eimer reines Was- ser arrf die gebauchte Waare, läst daS Wasser jedesmal durchsickcrn, abträu- feln, und zu der andern Lauge in daS Laugenfaß bringen. Nun wird die Waare ausgehoben» und in Waschmaschinen ge­reinigt, biuin ausgeprest, und wieder in d'e Bauchwannen gelegt, so daß diejeni­gen Stucke, welche vorher oben lagen, nun unten hin kommen, worauf sie mit der Lange aus dem zweiten Aescher ge­baucht wird Ist diese Lange gleichfalls erschöpft, so wird sie abgelassen , die Waare mit ka.tem Wasser ausgelaugt, dann herausgenommen, gewaschen und auf der Bleiche getrocknet, das Garn aber auf doppelte Stäbe gehängt, und mit diesen ft auf den Dieichplatz gelegt, daß die Fäden nicht auf, sondern'neben einander liegen.

Ein solches Garn giebt ein weit ebe- neres, feineres und leichter zu bleiclwn- des Tuch. So oft das Garn trocken ist, hebt Man es mit den Stäben auf, zieht und wendet es, damit die Fäden sich nicht Zusammenhängen, und egal weis werden. Nach 6Tagen begiesst man die Waare nicht mehr, sondern läst sie völlig trocken werden. Hierauf nimmt man sie vom

Bleich-

>hrer Farbe und Feinheit,