Ausgabe 
17.1.1801
 
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) II (1

Schueewassek. Hierauf folgt leichtes, weiches Vachwasser, endlich Wasser aus grosen Flüssen. Wer aber eine Bleiche anlegen will, thur am besten, wenn er das Wasser zuvor von einem Apotheke» nach den Regeln der Kunst untersuchen last. Der Kalk muß sogenannter Sei­fensieder-Kalk seyn. Er muß noch nicht an der Luft zerfallen, gar gebrannt seyn, mit Sauren nicht mehr aufbrau­sen. Die Asche muß sehr gut ausge­brannt, und weiß von Farbe seyn. Auch muß sie durch ein feines Sieb von allen fremden Theilen gereinigt seyn. Dennoch enthalt sie nur wenig Büksalz. Die reut- sche IVaidasche wird aus den Weintre­stern, Weinranken, Kämmen, uudaus- gepresten Traubenhäuten kunstmäsig be­reitet, aber sie kommt selten in den Han­del. Die russische wird blos ans dem Holze und der Asche des gemeinen Rü­sters, Ulmus campeftris bereitet. Die polnische, preussische und schwedische wird vorzüglich geschäzt. Sie kommt in gro­sen , harten, grauen Stücken zu unS. Brak oder Ballasche ist russische und liefiändische Waidasche. Die Stücke sind dunkler und weniger rein. Die Pott­asche (Perlasche der Engländer) sieht weis, graulich, oder auch weisblaulich aus. Die besten Sorten enthalten 60 bis 64 hundert Theile völlig brauchbares Bük­salz , die Waidasche 10 bis jg hundert Theile, unsre gemeine Asche vollends nur 6, 4, bis 1 hundert Theil. Da nun die­jenige Asche, welche am reinsten ist, und am meisten Büksalz enthält, die beste ist, so muß mau blos hierauf, und nicht auf den Einkaufspreis sehen.

(Fvrrsezzung folgt.)

Bekanntmachungen.

1) Nachdeme die hinterlassene Kin­der des verstorbenen Burger und Schrei­

ner, Johann Henrich Milichs dahier, entschlossen sind

1) das ererbte Wohnhaus nebst der halben Scheuer und Stallung, in der Ringmauer, neben Andreas Jughard,

2) l 1^4 Morgen, 18 Ruten, izSchu Wiese über der Erdekaut, stößt auf den Weg , neben Rath Badenburgö Erben, und Jeremias Constanz,

3) 11^4 Morgen, y Ruten Acker zwi­schen dem Sand- und Erdekauter- Weg, neben Jost Magels Erben und Christoph Hering gelegen, wo­von dieHälfremit Kornbesaametist, öffentlich an den Meistbietenden gegen baare Zahlung verstreichen zu lassen, zu dem Ende Termin den 26ten dieses, Nachmittags 2 Uhr in des Wemwirty Loos Behausung, anberaumet worden, als wird solches zu Jedermanns Nach­richt öffentlich bekannt gemacht. Giessen den rzren Januar igor.

Fürst!. Hess. Oberamt das. Rayß.

2) Künftigen Dienstag, den 2vten dieses, Nachmittags halb 2 Uhr, soll in des verstorbenen Burger und Schreiner Johann Henrich Milichs Behausung, ohnfrrn der Stadtpforte, allerhand Hausrath, an Zinn, Kupfer, Eisen und Holz, WeiSzeuch und Kleidungsstücke, wie auch vollständiges Schreiner-Werk­zeug, sodann Freitags den 2üten dieses, Nachmittags halb 2 Uhr, zwei tragbare Fahr-Kühe, ein Karrn, Pflug und Egge , wie auch etwas Gefüncr, an den Meistbietenden gegen baare Zahlung ver­striche» werden Liebhaber hierzu kön­nen sich alsdann einfinden , und dem Ver­strich beiwohnen. Giessen den izten Jänner 1801*

Fürst!. Hess. Oberamt das.

Rayß»

3) Bei