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kann bei einer solchen fetten Waide nicht bestehen.

Sandgrund bat in den Wiesen fast jederzeit eine Decke Damm erde über sich. Liegen solche Wiesen an Wasser, so ge­hören sie unter vorzüglich guten: denn sie werden selbst bei andauernder Nässe nicht morastig, ihre Narbe wird Nicht leicht verdorben, und wenn man ihnen die gebührende Pflege, besonders periodische Wässerung angedeihen läßt, bringen sie ein süses gesundes feines Gras, das besonders gutes Schaafheu liefert.

Ein groser Tbeil der Bruch- und Stromwiesen har Torfqrund. So lange nun Wiesen blos in ihrer -Oberfläche eine torfige Kruste haben, wird der Torf dem Graswuchs nur wenig nachtheilig. Wenn aber der Wiesengrund durchaus torfigt ist, gehört er unter die schlechtesten. Man nennt sie sanergründig, obgleich die Kunst keine Säure darinn entdeckt. Sie bringen scharfe schilfige Gräser, Ried­gräser, Binsen hervor, die dem Vieh nachtheilig sind, und in nassen Jahrgän­gen werden sie überaus morastig, so daß man sie nicht befahren kann. In dürren Jahren aber werden sie von aller Feuch­tigkeit so enrblbjt, daß sie den trocken­sten Sandwiesen gleichen.

(Fortsezzung folgt.)

Bekanntmachungen.

i) Mittwochen den 25teit dieses Mor­gens 10 Uhr, soll auf dadiesiaem Rarh- haus das Wirthshaus zum Riesen auf dem Selzersweg, nebst der dazu gehöri­gen Scheuer, Nebenbau und Hausgar­ten , anderweitig an den Meistbietenden vergantet werden, welches hierdurch öf­fentlich bekannt gemacht wird. Giesen den4tenNov. iSor.

Fürst!. Hess. Oberamt das.

R a y ß.

$) Dienstags den roten November Nachmittags i Uhr, sollen in des Brief­träger Lvnkers Behausung, Weibsklei­dung, Weiszeug, Bettung, Zinn, Holz­werk und sonstiger Hauörath, gegen baare Zahlung öffentlich an den Meist­bietenden verstrichen werden, so hierdurch zur Nachricht bekannt gemacht wird, Giessen den zoten Octbr. igoi.

Fürsts, Hess. Oberamt das.

Nay st.

3) Nachdeme Termin auf Mittwoch den iSren November dieses Jahrs früh 8 Uhr zu Untersuchung und Richtigstel­lung derer von des hiesigen Burger und Schlosser Sebastian Saarbrücks Wittib hinterlassenen Schulden und Versuch der Güte anberaumet worden ist; so werden deren sämtliche Gläubiger hiermit vorge- Ißoen, in besagtem Termin vor Fürstli­chem Amte allhier zu erschem-u, ihre Forderungen richtig zu stellen, und denn gütliche Handlungen zu pflegen, als sie sonsten von der 'Masse ausgeschlossen, und was weiter Recht ist verfügt wer­den soll.

Butzbach den i/teit £)ctbr. igot.

Fürstlich Hessisches Amt daselbst.

L. L i e b k n e ch t.

4) Schöne gelbe Erbsen sind in klei­nern und gröiern Parthien zu verkaufen. Bei wem 7 erfahrt inan bei Ausgeber dieses.

Gottesdienst am 8. Nov.

In der St. Pancratiuskirche. Mor­gens Herr Superintendent Bechtold. Nachmittags Herr Cuperintend. Müller.

In der Burgkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Su- perinteudent Schulz.

Mor-