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Wiesen.

In der Landwirthschaft werden, die mit Futtergräsern bestandenen Grund­stücke eingetheilt in

a) Hutwaiden (Privatwaiden, ) Hut­wasen (Allmenten,) Anger, (E spann) und in

b) Wiesen.

Diese heissen auch in manchen Gegenden Matten. Die kleinen werden in Nieder­sachsen Lcegden, noch kleinere Gras- beete genennt, die befriedigten nennt man Brohmen, wenn zugleich Gemäße darinn gezogen wird, Grasgarten, und wenn auch Obstbänme darinnen stehen: Geböcke. Natürliche Wiesen werden diejenigen genannt, welche die Natur selbst angelegt hat. Rünftliche danken dem menschlichen Fleiß ihre Entstehung, aber unrichtig werden die mit futtertrau­tem angebauten Grundstücke künstliche Wiesen von einigen Schriftstellern ge­nannt. Ihr eigentlicher Name ist Kop­pel , und künstliche Wiesen werden im­mer seltener, je mehr sich der Kleebau verbreitet.

Endlich werden die Wiesen eingetheilt in einschürige , zwei und mehrschürige,^ je nachdem sie ein oder mehrmals gemäht werden. Die elnschnriqen heissen auch Jacobi- Herbst- und Pflügst - Wiesen. Diese öftere Mahd hangt von der Güte der Wiesen, und der Wartung und Pflege ab , die man ihnen angedeihen laßt. Allein es kommt auch darauf an, ob das Aufhntnngsrecht darauf hafte oder nicht. Eine Gemeindwiefe, die an die Gemeinds- glieder vertheilt wird, heißt: Rabel- 'wirse.

Eine vernünftige Bewirtbschaftung der Wiesen muß sich auf folgende Vor- keuntnisse gründen.

i) Kenntnis de- Umfangs dee Grenzen und des Flächeninhaltes der Wiesen , um daraus die Schicklichkeit deS Verhältnisses derselben zu den übrigen Tbeilen der Landwirtbschaft zu beurthei- len. Es kommen dabei mehrere Um­stande i» Betrachtung ; i) nie viel Vieh Zur Bestellung der Felder nöthig ist, 2) wie viel Mist die Begattung der Grund­stücke (Aecker, Wiesen, Gärten) erfor­dere, 3) ob man sich bloß, an natürliche Wiesen halten, oder 4) künstliche Wie­sen , Futteracker damit verbinden wolle, 5) wie die Wiesen selbst beschaffen sind, ob 6) Stallfütterung da ist oder nicht. In manchen Gegenden rechnet man auf 1 Morgen Wiesen 2 Stücke Rindvieh, und von i Morgen (180Q. R.) -oCentner Heu, und 1012 Str, Grummet. Man­che rechnen bei mittler» Wiesen den gten Tbeil geg<n Ackerfeld. Wirthschaft- licher Weise muß sich aber der Landwirth nicht mehr 'Wiesen anlegen, als er zur Unterhaltung |cine6 Viehes braucht, und wenn die Lage der Grundstücke feinen Wiesenbau erlaubt, so erlaubt sie doch wohl den Futterbau.

2) Kenntnis der Beschaffenheit der Wiesen.

Hier kommen folgende Stücke in Be­trachtung : a) der Grund, dessen Zu­sammensetzung und Tiefe. Wiesen, wel­che einen tiefgründigen ans Dammerde mit Thon gemischten Boden haben, und einer frischen, i mehr feuchten als trock­nen ) Lage genießen, bringen üppigen Graswuchs. Dieses Gras ist für Melk­vieh eine vortheilhafte Fütterung, und zur Mästung ebenfalls besonders gut, wie die viele fette Buttcr und das schöne Mastvieh ans solchen Gegenteil bewei­set. Allein das nuzbare und lunge Vieh kann nicht wohl ohne Geürbr seiner Ge­sundheit darauf waiden, und Schaafvieh kann