Ausgabe 
7.2.1801
 
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Vorbereitung

des leinenen Garns und Tuches zum Bleichen.

Verfolg.

Die Qnantität KalkeS muß jedes­mal, und für jede Sorte Asche, die man gebraucht, durch Versuche bestimmt wer­den. Wenn mau einige Tropfen mit Kalk geschärfter filtrirter Lauge in ganz klares Kalkwasser tröpfelt, und dieses davon trüb wird, so kann die Lauge noch mehr Kalk vertragen. Um eine völlig scharfe Lauge zn bekommen, kann man nehmen , , <

Pf. Pf. Kalk.

auf 100 guter Holzasche 7 8 10. Waidasche 12 20. Ballasche 836. Pottasche 180240« Man nehme also, wenn die Quantität Kalkes bestimmt ist, roooPf. gute Holz­asche, vertheile sie auf einen gepflaster­ten Boden, 46 Zoll hoch, und be­sprenge sie mittelst einer Gießkanne mit soo Pf. kalten Wasser, Ist dieses einge- zogen, so schaufelt man die Asche durch einander, und versucht, ob sie sich balle. Ist dieses nicht, so wirft man sie ausein­ander, besprengt sie nochmalsmit 100 150 Pf. Wasser, behandelt sie wie zuvor, und sezt diese Arbeit so lange fort, bis sie sich ballt, ohne Wasser fahren zu las­sen. Im lezten Falle müsse man frische Asche zusetzen. Hierauf theilt man sie in s Tbeile, breitet den einen Tbei! ans 6 Zoll Höhe aus, und macht dann in diesen Haufen eine 2 Zoll tiefe Grube. In diese schüttet man 60, 70 bis yo Pfund frisch gebrannten Kalk, den man in kleine Stücke zerschlagen hat. und besvrenqt ihn mit 20Pfund Wasser. Dann dekt man ihn schnell mir der andern Hälfte der Asche zu, häuft sie 6 Zoll hoch auf

ihn an, und drückt sie mit Schaufeln fest an. Bekommt der Haufen Riffe; so bedekt man ihn mit Asche von unten her­auf. Dies wiederholt man so lange, dis das Dampfen nachläst, und man beim Durchstechen des Haufens findet, daß der Kalk ganz zerfallen ist. Nach 6 Stunden arbeitet man den ganzen Hau­fen mit hölzernen Schaufeln wohl durch, und bringt ihn in das erste.Aschenfaß, nachdem man Hechsel zwischen die Bö­den , Stroh und Leinewand wie oben ge­lehrt wurde, auf den Boden gebracht hat. Man füllt damit das Faß an, in­dem man immer das Gemisch 2 Zoll hoch einschütret, und fest stampft. Hierauf ubergieset man es mit Wasser, und wenn sich dlejes eingezogen hat, wird frisches ausgepumpt. Nach ig - 20 Stunden, Lieht man die erste Lauge in den dicht bedekten Laugenbehälter ab, giest aber­mals frisches Wasser auf, und wieder- bolt dieses so lange, bis ygoo oder 10,000 Pfund Wasser, in Allem und Allem durch die Asche gezogen find.

Eine zweite Mischung kommt nach 4° Stunden auf den zweiten Aescher. Auf 0 is dritte Aschenfaß kommen nach STagen 75 Pf. Asche, 5,7, 8 Pf. Kalk weniger, und auf den vierten, nach an­dern 6 Tagen, r/o Pf. A che, und 10, 15 ~ *8 Pf. Kalk weniger, als zur An­setzung des ersten und zweiten genommen wurden. Ist die Waare bei der ^weiten Bauchung schon weich geworden, daß sie mit einer kleinen Quantität Lauge hinreichend lwdeckt werden kann, so wer­den auf den dritten Aescher 3, und auf den vierten 5 Eentner Wasser weniger genommen. Der erste Aescher flieht die ite, der zweite die 2te Bauchlauge, Das dritte und vierte Faß liefern die andern Laugen. In das erste Faß füllt man nach und nach 6000 Pf. Wasser, und