Ausgabe 
6.6.1801
 
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bei führen, und. irr Ansehung der von ihm contrahirt werdenden Schulden sich ihre weibliche Rechtswohlrhaten vorbe» halten wolle, so wird dieses hierdurch öffentlich bekannt gemacht, damit jeder,, der mit erfagtem Juden Herz Beifus in Handelsverkehr tritt, sich darnach be­messen könne.

Giessen den 2yten May iS01» Fürst!. Hess. Oberamt allda.

2) Künftigen Montag den Sten die­ses, Nachmittags - Uhr, sollen in der verstorbenen Schieserischen Wittwe Be­hausung auf dem Selzersweg, zwei mel­kende Kühe und eine tragbare Kuh, so­dann nm zUhr an diesem Tag drey und ein halb Stück Wein, öffentlich an den Meistbietenden gegen baare Zahlung ver­strichen werden. Liebhaber hiezu können sich um die bestimmte Zeit in dem Schie­serischen Haus einfinden, auch vorher schon Proben von dem Wein erhalten» Giesen den z.Juni igoi.

Fürst!. Hess. Oberamt das« R a y ß.

3) Künftigen Dienstag den yten die­ses , Nachmittags halb 2 Uhr, und die folgenden Tage, sollen in der verstorbe­nen WlttfrauSchieferln Behausung aller­hand Hausrarh an Zinn, Kupfer, Mes- sinss, Eisen, Holzwerk, Bettung, Weis- zeug und Weibskleidung, öffentlich an den Meistbietenden gegen baare Zahlung verstrichen werden, so hierdurch zu Je­dermanns Nachricht bekannt gemacht wird. Giesen den 4ten Juni igor.

Fürst!. Hess. Obcramt das.

Rayß,

4) Nachdem über das Vermögendes verstorbenen Adam Dielmanns von der Hütte bei Wommershausen hiesig Fürst!»

Oberamts der Concurs erkannt wordert ist; so werden alle und jede Gläubigem des gedachten Dielmanns, welche sich Idiö jetzo noch nicht gemeldet, und ihre For­derungen noch nicht liguidirt haben, hier­mit vorgeladen, in dem auf

Dienstag den zoten Juni dieses Jah­res ,

angesetzten Liquidationstcrmin vor Fürst!« Oberamt allhier zu erscheinen, und ihre Forderungen richtig zu stellen, gegen- falls sich zu gewärtigen, daß sie damit von diesem Concurs ausgeschlossen wer­den, Gladenbach den lyteuMai 1801.

Fürst!.. Hess. Obcramt das. Th. Krebs.

5) Nachdem- Merle, die Ehefrau des Schutzjuden Samuel Nathan von Waldgirmes, bei Amt allhier die Erklä­rung gethan, daß sie an dem Handel ih­res Ehemanns, aber auch an dessen Schulden keinen Di eil nehmen würde, sondern sich ihre weibliche Gerechtsame Vorbehalte f so hat man solches zu Jeder­manns Wissenschaft, und besonders de­nen , welche mit gedachtem Juden in Handlungsverkehr sieben, öffentlich hier­durch bekannt machen wollen.

Ferner

Indes, die Ehefrau des Schützenden Bar Herz von Niederweidbach hat bei Amt allhier sich erklärt, daß sie an der Handlung ihres Ehemanns, aber auch an dessen Schulden feinen Antheil neh­men werde, sondern sich ihre weibliche Gerechtsame Vorbehalte, es wird daher dieses zir Jedermanns Wissenschaft öffent­lich andurch bekannt gemacht. Königs­berg den i2teuMai igoi,

Fürsts. Ht-ss. Amt das. S ch u l z.

6) Da man in Erfahrung gebracht hat, daß der pensioniere Tambour Korn­

mann