-** ) 142 ( —
Anweisung gutes Bier, das nicht bald sauer wird, zu brauen.
(Verfolg.)
Durch diesen Boden kann man die Würze aus dem Möschbottig weit reiner ,und besser abzapfen / als durch ei-.’en Boden von Stroh. Es bleibt oben in den runden Löchern eine Menge Schlamm sitzen , der mit in die Würze käme. Es ist aber besser, wenn das Loch, wodurch die Würze in eine dazu ausgemauerte längliche Grube (woraus sie in die Pfanne oder auch wohl in den Kühlbottig gekrachtwird, ) gelassen wird, nicht durch den untersten Boden gehet. Man kann nun das Loch zum Abzapfen der Würze an der Serte genau zwischen den benden Böden machen. Wenn cs daselbst ablauft, bleibt auch mehrerer Schlamm auf dem untersten Boden sitzen.
Einen großen Dienst leistet dieser doppelte Boden dazu, daß ich das kochende Wasser nicht oben über dao Malz zu gießen nöthig habe.
12) Wenn ich nämlich das kochende Wasser oben über das Malz gieße, so entstehen große Klöße in dem Malze, zu deren Zerstörung viele Leute nöthig sind, Und die es doch nicht recht locker erhalten können : daraus entstehet nun in der Folge viele Saure. Nun kann man ein Instrument nn bringen , wodurch das siedende Wasser allmahlig von unten herauf in das Malz gebracht wird, wodurch wenig oder keine Klöse entstehen, und die nur ein oder zwey Menschen mit leichten Werkzeugen zertheilen können, und also das Sauerwerden verhindern. Dieses Instrument ist eine viereckigte Rinne von Brettern, einen Schuh in das Gevierte, wenn es in einen großen Bvktlg kommen soll; auch wohl nur drey-
viertel Schuh in das Gevierte, wenn es in einen kleinen Bönig gebracht werden soll, und etwan eine Hand höher als der Bottig von seinem untersten Boden an hoch ist. Die Brauer nennen dieses Instrument eineu Pfaffen. Diesen setzet man an der Seite des Bottigs, wo das Loch zum Abzapfen der Würze ist, so, daß dieses Loch in dem Ptaffen entweder durch den untersten Boden, oder, wie ich so eben Nummer H. vorgeschlagen habe, untenan der Seite genau zwischen den bevden Boden gebet. Der Pfaffe muß durch den durchlöcherten Boden gehen und auf dem untersten aufstehen. Durch den obersten durchlöcherten Boden ist deswegen eine viereckigte Oeffnung zu machen, so groß nämlich der Pfaffe ist. Oben an dem Bottig kann er mit einer eisernen Schraube befestiget werden. Unten stehet er mit der hintersten Seite an dem Bottig. Die drey übrigen Seiten müssen aber unten Durchschnitte, eines Zoüesboch, bekommen, damit das Was- ser unv die Würze, welches in den Pfaffen gegossen wird , hindurch und zwischen die bevden Boden kommen und auch bey dem Ab assen wieder herauskommen kann. D ese Durchichnitte stellen an einander stehende verkehrte lateinische V vor, auf diese Weise: AAAAAA- Ich beichre.be dieses Instrument genau um derer willen , die es nicht kennen.
Durch diesen Pfaffen werden die lebten Pfannen kochenden W^sscrs und auch die erste Pfanne Würze >n den Mösch- bottig in das Malz gebracht. Es kommt erst zwischen den doppelten Boden und von da steigt es durch die kleinen Löcher des obersten Bodens heran in das Malz.
Ich dachte, ich hätte dieses Verfahren deutlich beichrieben.
13) Nun kommt auch insgemein vie« les hey dem Brauen eines gesunden, guten


