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Dtfe, (Pife , Plzey , Pizai , Pize,.
Stampfarbeit.)
5«- Lyonncis mache man Gewölbe, ohne Steine und Zimmerwerk, mittelst eines Mörtels aus Kalch und Sand, Bietton genannt. DaS Verfahren der dieser Bauart, l)at Rozier in feinen Ob- fervations für la pbyfiqne &c. IN. Paris, 1774. S.67, angegeben. Eben daselbst macht man auch Wände, Mauern und ganze Häuser,, aus einer tho- uichten Erde, welche Knust ebendaselbst 1772 März S. 222. beschrieben ist , nufr I’art ma^on pifeur heißt» Ein Kupfer erläutert die Bauart *)
Diese Bauart ist nicht nur in dem südlichen Frankreich sehr gemein, sondern auch in der Veoante, und in der Barbarei traf Scham (S 3 ; ebenfalls Pife- Hauser an Auch ist sie in der That uralt , wie man aus Plinius ( XXXi V", ja. ) sieht, daher die Feinde des Neuen, nicht Ursache haben, sich ihrer Einführung zu widersetzen.
Nun folgten in Frankreich auf jene Schriftsteller bald mehrere, welche diese Bauart beschrieben und empfehlen. In der Bihliotheque phyüco - ec nomique, 1. erschien: la nranreredt c ndrnire des niailb-.s t-t murs en pife, nut den dazu gehörigen Zeickmungen, unV^Auoch ein Aufsatz <te faire le Pife«,
Endlich erschien das Hauptwerk r E- ole d Archifeitnre rurale — par F. Cointera ux. Paris 1790- 1791, in 4 Heften in 8 von 249 Seiten mit lZ Kupfern
Von diesem Werk erschien zur weitern Verbreitung dieser nüzlichen Bauart,
a) ein zweckiuafiger englischer Auszug, mit vortrefllch-n deutlichen Zeichnungen, unter dem Titel: Pifd or the art of baüding flrong and dnrable wails, to the bight of feveral fto- rieesr with nothing bnt earth , or the most common materials. By Henry Holland Esq. Ohne Jahreszahl, 2. i/L Bogen in 4. mit H.Kupfertaseln.
b) Eine vollständige teutsche Ueberse- tzung in Wien.
c) Ein zweckmäsig teutscher Auszug, Schule der ländlichen Baukunst tu f. w. von Franz CointerauF, in einen Auszug aus dem Französisch, übersezt. Mit einer Zugabe von dieser Bauart (bei Wellerwändeu) in Teurschland. Nürnberg und Altors 1793. 7 Vogen in 8. mit 8 Kupfern.
Hier ist das Wesentliche dieser Bauart.
Eine jede frisch gegrabene thonichte Erde, die ihre Feuchtigkeit noch hat, kann durch festes Stampfkn und schlagen, in einen soliden fest zusammen haltenden Klumpen gebracht werden. Man baut davon ein ans Hofer Erde bestehendes Haus, entweder ans btered'iqeu will- kührlich groseuStücken einer wichen Erde, die in hölzernen Formen durch Schlagen und Stampfen zusauimengepießt worden sind \ und diese Bau art kann jeder verständige Bauer ohne Beihülfe eines Baumeisters, leicht zu Stand bringen, oder man führt ganze Wände aus einem Stück auf, wenn man zuern ein aus Backsteinen oder Mauerziegeln gemauertes Fundament über der Erde angelegt hat, das Cointcraup gewöhnlich zu 18
Zoll
Eine ausführliche Beschreibung dieser Bauart mit Kupfern, findet sich auch in eines Ungenannten Jraite compkte tie la eulture, FabrkaUon et Vente du Tabac«. Paus 1791,


