Ausgabe 
29.3.1800
 
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kich verliehren farbige Baumwollenzeuge, Piquee, Cotton und dergleichen, bei die­ser Reinigung im kalten Wasser Nichts von ihrer Farbe. Ein Hauptvortheil dieser Maschine ist endlich der, daß die Festigkeit der Wäsche gar nichts darunter leidet. Die Reinigung geschieht nämlich auf folgende Art. Die hineingeworfene Wäsche wird bei der Bewegung deS Cy» linderS gehoben, und fällt alsdann in VaS Wasser wieder herab. Durch diesen Fall reiben sich alle Theike auf gleiche Art, und mithin gleichförmig, dahinge­gen durch das geschwinde Reiben mit den Händen die Theiledes Gewebes ungleich gezogen, und oft überspannt werden. Das mitUnreinigkeiten vermischte Wasch­wasser in unfern gewöhnlichen Waschbüt- ten, zieht sich immer wieder in die Wä­sche hinein, hingegen bei dieser Maschine, fliest jede Stunde reines Wasser hinzu, und führt den abgewaschencn Schmutz mit sich fort. Was bei den^ Waschen nix den Händen durch das Reiben in erl-chen Minuten , und mithin mit verstärkter Kraft geliefert werden muß, geschieht hier allmahligE, und folglich ohne Ver­letzung der Wäsche, innerhalbeiner gan­zen Stunde. Sind in der Wäsche z. E. in Servietten, Tischtüchern, Fettflecke befindlich; so wirft man sie in die Ma­schine, löst sie 20 zo Minuten herum- treiben, um sie von dem zuerst auflösba­ren Schmutz zu reinigen, dann nimmt man sie heraus, überstreicht die nunmehr sichtbar gewordenen Fettflecken mit Seife, wirft sie sogleich wieder in die Maschine Hinern, und last sie nochmals bis zur völligen Reinigung nmtreiben. Will man Wäsche eine Zeitlang bleichen; so muß man sie vorher in eine Seifenlauge werfen, eheman sie der Sonnenhitze auS- ftzr.. Nach geendigter Bleiche wird die Wa<che wieder in die Maschine gebracht, «m sie von der Seife yollkommner zu rei­

nigen , als es ,'zt durch das gewöhnliche Ansschweiffen geschieht. Ist nun die Be­merkung einiger Aerzte gegründet, daß die in der Wäsche zurückgebliebene Seife die Ansteckung befördert, wenn man sich mir solcher Wasche den Patieuren nähert; so leistet diese Maschine zugleich den zu­fälligen Vorrheil, daß, wenn auch Et­was von der Seife zum Bestreichen der Fettflecke angewendet worden ist, sie durch diese Maschine vollkommen ausgespühlt wird.

(Fortsezzung folgt.)

j.y. k ~

Bekanntmachungen.

i) Nachdem man von RegierungS- wegen dahin bedacht ist , daß sämtliche Schulden^ des Lieutenants von Milch­ling zu Treiß an der Lumde getilgt wer­den, hierzu aber erforderlich ist, daß er keine neue Schulden machen kann; alS wird jedermann gewarnet, ihm ohne Vor­wissen und Einwilligung des Amtöver- walrers Srrohmever nichts zu borgen, indem alle ohne dess'n Einwilligung ge­machte Schulden nicht bezahlr werden sollen. Marburg am zoten Ian. igoo.

Fürst!. Hessische Regierung.

2) Bei mir eudesunterschriebenen Cvllecteur sind zur ersten Classe der ?8ten Frankfurter Stiftungs-Lotterie, so den isten Mar gezogen wird, ganze Loose ä 4 ss, halbe ä 2 fl., Viertel ä r fl. zu ha- ben, und verspreche reelle und prompte Bedienung.

Isaac Hornberger, wohnhaft in der Feist Wetzlarschen Behausung in Giessen.

Sfr Zwei Stuben, i Kammer, und * Küche, sind an einem gelegenen Ort

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