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Und Verschönerung unsrer Städte , für Verminderung der Unglücksfälle, Seu­chen, Armuth, nichts für die Anmuth des bürgerlichen Lebens. Kaum wird ijf manchen Orten ein Polizeibefehl bekannt gemacht, so äusser« sich laut dreiste Ur- theile über sie, Verweigerungen der Be­folgung ihrerwohlrhätigen Befehle, Dro- Hungen der Wiversezung , und junge Leute suchen zum Theil oft ein Vergnü­ge», oder ein vermeintliches Recht wie es scheint, darinn, daß sie die Polizei befehle nicht halten, oder wohl gar ihre Diener insultiren. Geschähe-dieses nur jedesmahl von dem rohen ungebildeten grosen Haufen, vom Pöbel, so könnte man allenfalls sagenr es rst Pöbel, und freilich

der Pöbel ist in allen Ständen,

machen würde. Die sogenannten Poll- zeihandwerker, würdenohneAchtungund Scheu für das Publicum, den Preis ih­rer Waaren selbst setzen , wie sie wollten, unsre Thüren würden beständig von Bettlern belagert feyn , des Nachts wür­den ungezogene Menschen, dem vom Arbeiten ermüdeten Bürger und Kran­ken, das schönste Labsal der Ermüdung und des Schmerzes den Schlaf, rau­ben. Kurz: wir würden wieder in Bar­barei zurücksinken , in unfern Mauern und Wallen halbwilde Menschen, und dem Ausländer der uns besuchen müste, denn freiwillig würde sodann Niemand zn uns kommen mögen, eine Aergerniß und eine Thorheit seyn,

(Fortsezzung folgt.)

die Denkungsart bezeichnet ihn. Aber wenn man darunter Menschen von Erziehung "rvlickt, so gehört dies unter jene Scenen, vor denen man gerne den Vorhang möchte niederfallen lassen, wenn nur der guten Sache dadurch ge­holfen wäre. Wer von euch , die ihr sen Aufsatz leset oder höret, noch nicht ganz auf den schönen Vorzug des Men­schen auf das Nachdenken Verzicht gethan hat, , frage sich doch selbst ein­mal , wie würde es wohl bei Uns ohne Polizei aussehen? wie würde es um nüz- liche Bekanntmachungen, um öffentliche Belehrung über das was zum Besten der Gesamtbürgerschaft dient, stehen? Der Kvth würde sich in unfern Strassen so anhäufen, daß wir wieder auf Stelzen gehen müsten , daö Eis würde vor un­fern Häusern liegen bleiben, bis es die Sonne im Mai gefällig selbst weg- schmelzte, bei Glatteis würde keiner durch Streuen Unglück zu verhüten suchen, der Schnee würde sich so ansammeln , daß er beim Schmelzen unsre Keller mir Was­ser füllen und die Strassen ungangbar

Bekanntmachung.

Künftigen Montag über 8Tage, als den 5ten Mai und folgende Täge, Nach­mittags i Uhr, sollen in dem v. Schmal- kalderischen Haus in der Neustadt, meh­rere überflüssige Meublen, als Commo- den. Schränke, Tische, Stühle, meh­rere Spiegel, Porzellain, Glaser, Ku­pfer und Messing, öffentlich an den Meist­bietenden gegen gleichbaldige baare Zah­lung versteigert werden.

Litterärifche Anrerge.

Se eben hat die Presse verlassen und ist zu habens 1

Sammlung der den kaiserlichen ReichS- hofratb betreffenden Ordnungen und Verordnungen, wie auch Reichskanz­lei-Ordnungen und gemeinen Bescheide des Reichshofraths, von R. K. Frei­herrn von Senkenberg, Zg Bogen in Median-Okdav, (iLBazen baar.)

Got-