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Fortsetzung »oft den Gemein - wasch - und Trockenhäusern.
Die Züge (Feuer-Canäle) laufet unter der Pfanne von Seite zu Seite" Die Thüre des Heerdes ist nicht in der Mitte, sondern an einer Seite nahe am Ende der Pfanne. Die Flamme geht und kommt unter der Pfanne zweimal von vorne nach hinten, tritt dann an einer von dem Heerd entferntesten Stelle, in einen mit einem Dämpfer (Ventil) versehenen Canale, der sie in einem Winke! von 45 Graden aufwärts steigend, in die Züge der zweiten Pfanne leitet. Der Boden der Züge unter der Haupt- pfanne, liegt in gleicher Höhe mir dem Fusboden des Waschhauses, und damit man sie leicht reinigen, und die Pfanne mit einem Besen von Ruß befreien kann; so sind die Enden der Züge beim Aufmauern des Heerdes offen gelassen, und nach dem Einsetzen der Pfanne mit einer doppelten Wand von Bakstemen geschlossen. Um diese Wände dicht zu machen, verstreicht man die Fugen zwischen den Steinen auswärts mit nassem Thon.
So weit Rumford, dem ich noch folgendes beifüge. In den Trockenzim- mern kann man die Wäsche auf Sailen, oder wie in den Frankfurter Trockenhäu- sevn, auf Latten hängen. Dort sind sie von Nadelholz, es wäre aber die Frage ob die wohlfeilern Latten aus Erlenholz nicht besser wären 3 Wenigstens ist in England die Erfahrung gemacht worden, daß das baumwollene Garn auf erlenen Stangen am besten trokne, indem sie durch den Gebrauch sehr glatt werden, und sich nicht zersplittern. Ferner darf . im Waschhaus ein Brunnen nicht fehlen, es sey ein Röhr oder Pump - Brunnen. Man kann sodann auch im Winter ein paar Waschmaschinen täglich gebrauchen,
indem man sie auf ein gemauertes Gerinne legt, tihtr so zurichtet, daß das Wasser immer zn und abtauft. Wo Röhrwasser fehlt, muß man Wasser nach/? giesen, und die Maschine mittelst einer Kurbel drehen, wo sie dann aber auch keiner äusser» Schauffeln bedarf. Endlich vergesse mau nicht eine Presse anzubringen , womit man die Wasche ausprest, welches vor dem Ausringen oder Auswinden , das immer das Gewebe verzieht, und die Wäsche stark augreift, entschiedene Vorzüge hat!
Utber
Poh’tet und Polizei - Anstalten.
Sehr häufig hört man , wenn man in Teutschland durch eine Stadt reiset, die Klage: die Polizei taugt Nichts — wenn die Polizei was nutz wäre, und es mag dies wohl bisweilen wahr seyn, aber noch häufiger liegt nach Beobachtungen, die Schuld bei den Gemeinden selbst, noch öfters sind diese selbst besserer Polizeianstalten unfähig.
Die Polizei ist in einem jeden Staat eine sehr ehrwürdige Anstalt, darum ist aber auch jeder gesittete Mensch verbunden , sich ihren Verordnungen zu fügen, sich keinen vorlauten, noch weniger groben Tadel derselben zu erlauben, und diese Gesinnungen der Hochachtung gegen eine solche Verehrungswürdige Anstalt unsrer Landesregierungen, auch seinen Mitbürgern durch Reden und Beispiele mitzutheilen. Aber wie unwissend und undisciplinirt sind nicht manche Ge- meinden? Sie stoßen die leitende Hand der Polizei zurück, und doch geschieht ohne deren Befehl nichts für die Aufnahme des Nahrungsstandes, für öffentliche Sicherheit und Ruhe, für Ordnung und


