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das Wasser int Kesse! hels, und laugk damit den Flachs 2'Stunden lang , wie- mit dem Kleien maAr. Hcerauf brmgf man den Flachs rtt eine Seifen'ange. Auf i Zentner rechnet man io Pf. Seife. Man schneidet sse klein , weicht sie inetf nem Gesas über Nacht ein, wahrend man die Kalchlauge ablast, fbyf man von der Seife so vif! in den Kessel, daß ein Kessel so viel als der andere erhält. Ist das Seifenwaffer recht heiß, so schüt­tet man es über den Flachs, und fahrt damit fort, bis der Zuber voll ist, und das Seife «wasser über dem Flachs steht. Alsdann fahrt man noch 2 Stunden mik dem Bauchen, wie vorhin mit dem Kleien- und Kalkwasser fort. Wenn das Sei­fenwasser schon ziemlich heis ist, rührt man Pottasche in den Kessel, 56 Pf. auf 1 Zentner Flachs. Ist nun die Sei­fenlauge abgelassen, so girier man als­bald ein Paar Kessel warmen Wasser über den Flachs, und last es jedesmal sogleich wieder ablanfen. Hernach schüt­tet man auch noch kaltes Wasser darü­ber , und last es wieder ab , worauf man den Flachs, der von der ersten bis lezren Lange immer im Langzuber liegen blieb, in den gereinigten Kleienznber bringt.

Dabei muß man Acht haben, daß man nie den Flachs lang ohne Lauge oder Wasser last, sondern wenn man auf­hört, mit der einen Art ;u laugen, muß man unverzüglich die andere indessen zu- bereitete Lange über den Flachs giefeiu Dabei ist der Flachs mit einem doppel­ten Tuch bedeckt, damit der Aufguß ihn weder verschwemmen «och verbuchen kann.

Null'bat man den K.leienzubcr Mit Molke ( Kaswasser) gefüllt, in waches man jezt den Flachs legt, und über Nacht darin liegen last. Des Morgens nimmt man eine Handvoll um die andere Herr

aus,'zieht ihn durch fliesendes Wassel> so lange bis dieses farbenios. ablauft, streift das Wasser mit der Hand ein we­nig- davon ad, legt, ihn auf Schrägen zum Adtröpfeln , und hernach auf de» Bleichplatz, eine Handvoll unter die an­dere, zum gänzlichen Abtrocknen, un­ter welcher Zeit mau ihn einmal umwen­de» muß.

(Fortsezzung folgt,)

Ä K Ö- * *

Bekanntmachungen.

1) Nachdeme die Th eil hab er der beiden Schäfereien zu Groseulinden hie­sigen Oberamts sich in mehreren Rück­sichten entschlossen, das bisher allda ge­haltene Schmervieh gänzlich ab - und dagegen für die Zukunft reines Vieh anzuschaffen z so wird auf deren Ansu­chen hierdurch öffentlich bekannt gemacht, daß das in Grofenlinden befindliche Schaafvieh , so in Hammeln, Sch aase» und Lämmer besieht, sodann gegen 700 Stück ausmacht, aus freier Hand zu Verkauf siehe, damit diejenige, welche von solchem etwas einzukaufen Lüsten haben, sich an Ort und Stelle einfin­den und mit den Eigenrhümern in Han­delsverkehr tretten mögen. Wobei man zugleich noch anfägt, daß dieses Vieh keineswegs aujetzo angebrochenes, son­dern in gutem Stand erhaltenes Cchmer- vieh ist, indem bereits seit 15 Jahren dergleichen Vieh in Grofenlinden gehal­ten worden. Giesen den Z. Octobr. itzoc).

Fürst!. Hess. Oberamt daselbst.

s'i Ganz frische Häringe sind ange­kommen und zu verschiedenen Preisen zu haben bei

Georg Melchior Becker, am Bachgäßchen,

Got-