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räumkg beydes zur Landökonomie, zur Gastwirthschaft und Krämerey in dem ansehnlichen Dorf worinnen 3 adeliche und mehrere bürgerliche Familienhono- rationen wohnen , wohl gelegen und we­gen des großen, zum Orr gehörigen, Felds können mehrere Güter Tagtäglich dazu gekaufet, desgleichen ganze Güler und große Zehuden dazu gepachtet werden.

Dieses Gut wird auf vreyerley Weise aus freyer Hand hiermit feil ge­boten:

1) sämtliche Gebäude einzeln auf Ab­bruch und Hofraide in 3 Theile je­des feparat so wie jeder einzle Acker, Garten, Wiese apart.

2) Der ganze Hof mit Gebäuden und einem separaten Keller an welchem ein kleines engliches Gärtchen, zu­sammen dann die übrigen Stücke jedes apart, und endlich

3) das ganze Gütchen 22 Immobilen enthaltend zusammen genommen«-

Ferner:

werden hiermit fei! geboten, eine Menge Haufi- Acker- und Garten - Geräths- schafren, desgleichen Pferde, Kühe re. Was von diesem allen in Zeit igTagen nicht aus freyer Hand verkauft wird, kommt zuletzt auf einen Verstrich, dessen Tag öffentlich bekannt gemacht werden soll. Kaufliebhaber belieben sich zu melden entweder bey mir oder in Fron­hausen bey denen Herren Pfarrer Koch und AmtöchirurgusWeiler. Vom Kauf­geld kann die ij2 oder 2-3 gegen 4 pro Cento stehen bleiben. Schloß Marburg den 23teil May igoo.

Bernhard von Gehren.

3) Mitwochs den 2Zten dieses Mo- naths von Nachmittags 2 Uhr an, sol­len diejenigen luimobiiia , welche nach

dem ?roclams vvM23ten May, noch nicht verkauft worden:

indes Herrn Amts-Chirurgus Wei- ler Behausung zu Fronhausen, Mittwochs den 2ten Jul. von Vormit­tags y Uhr an, sollen die bis dahin noch nicht verkauften Mobilien und Moventien,

in meiner dasigen Behausung meistbietend gegen baare Zahlung zuge­schlagen werden. ,

Achtzehnhundert Vierzig Trey Gul­den können, mit Einwilligung deren wel­che solche an mir zu foderu haben, von denen Kauf-Geldern stehen bleiben und zwar zu 4 pro Cento jährlicher Zinsen, als wohin die, am Ende des letzten Pro- clama geschehene Bemerkung erläutert und reipeüive wiederrufen wird. Schloß Marburg den 7tenJuni 1800.

Bernhard von Gehren,

Desgleichen eine Z theilige Scheuer zu Lohra auf Abbruch.

4) Durch den Tod des Fürst!. Re­gierungs-Advokaten Neubauer in Giesen, bin ich zum Besitz des anatomischen Nach­lasses des in Jena verstorbenen Profes­sors der Anatomie D. Johann Ernst Neu­bauer gekommen. Es sind Zeichnungen, welche der große Mann mit vielem Fleiße selbst verfertiget hat, zu denen mir aber der Tert fehlet. Ich weiß gewiß, daß sich derselbe in Neubauers juristischen Bi­bliothek befand. Bei dem Verkauf der leztern ist jenes Manuscript entweder ver­loren gegangen, oder es befindet sich noch unter dem verkauften Makulatur.

Sollten sich einige Handschriften, besonders solche welche mitNekrolo- gie und trtyologie" beftich'net find, von den Bücherannquarl^mrn irgend einem Kramladen verirren , so bitte ich den Be­sitzer derselben, solche dem Professor der Arzneinissenschaft, HerrnD» Nebel in

Giesen,