Ausgabe 
13.9.1800
 
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von Zeit zu Zeit, den geringer» oder grösern Uiberschuß seines Diensterwer-. des unter Aufsicht seiner Herrschaft, nie­derzulegen angehalten wird, und aus der er denselben nicht anders als im Falle bescheinigter Nothfälle, oder zur Be­gründung seines künftigen Etablissements, aber alsdann auch mit Zinsen und Zin­seszinsen zurücknehmen kann. DieseEm- richtung hat nicht nur den grosen Nu­tzen , daß nun der Mensch nicht mit lee­rer Hand seine eigene Haushaltung an- füngr, daß er einen kleinen Poften zur ersten Einrichtung seines Gewerbes auf einmal verwenden, oder auch noch im Dienststande selbst, bei eintrettenden Krankheits - oder andern Nothfalleu für sich Rath schaffen kann. Sondern ein noch gröscrer Vortheil liegt darinn, daß er nun wirthschafreu, sparen und ent­behren gelernt, und sich nicht an einge­bildete, seinem Stande fremde Bedürf­nisse gewöhnt hat. Dies bildet ihn zum guten Haushalter auch in seinem eige­nen Gewerbe, und wenn dieser ersparte Nothpfenning für ihn ganz verloren wäre: so hätte er sich schon allein an dieser praktischen Lebensweisheit einen Schatz gesammelt, der ihm hundertfach mehr werrh ist , als der ersparte Noth­pfenning selbst.

Die erste Anstalt dieser Art war die mit der im Jahr 1778. zu Hamburg er- richtcren allgemeinen Versorgungs-An­stalt, verbundene 9U oder Ersparungs­kasse. Bei dieser war von Anfang an, jede Einlage nicht gezwungen, sondern durchaus freiwillig, doch durfte sie nicht über zoRrhlr. betragen. Ebenso stand die Iurücknehmung der Einlage samt den Zinsen dem Einleger jederzeit frei. Und doch betrugen diese bei geringen Kleinigkeiten, von zuweilen nicht mehr als 25 Mark, zusammengebrachten Ein­

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lagen, bereits im Jahr 1789 eine Summe von mehr als 400,020 Mark, und un­zählige Menschen schon verdanken izt Wirrhfchafrlichkeit, Frugalitat, und die Ansammlung eines Sparpfenniges zur Begründung ihres Etablissements, und zur Rettung aus unvorgesehenen Noth- fällen, lediglich dieser Anstalt.

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Bekanmmachrrng.

Mit hoher Erlaubnis und auf Ver­langen vieler Musikliebhaber, werde ich am Sonntage des Nachmittags, mich zum zweitenmal auf der Orgel in. der Burgkirche hören lassen. Die Stücke, welche ich spielen werde, sollen in der Kirche angezeigt werden. Unter mehrer» werde ich ein musikalisches Gemälde ge­ben , betitelt: Belagerung, Eroberung und siegreicher Einzug der alliirten Trup­pen in die Vestnng Mainz, nach Vogler. Der Anfang ist um 4 Uhr Nachmittags. Das Entree 6 Batzen.

I. C. Schulz.

Gottesdienst am 14. Sept. , I» der St. Pancratiuskirche. Mor­gens Herr Superintend. Müller. Nach­mittags Herr Kandidat Kunz.

In der Vurgkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Su­perintendent Schulz.

Morgen den 14. Septmbr. hat das Frischbacken Hr. Kirchensenivr Noll, in der Neustadt.

Ein- und Auspasstrte.

Am i.Scpt. Hr. Reg. Rath von Preuschen, von Wiesbaden. Baron v. Copp, Kammerrath in Hannover. Die

Hrn.