Ausgabe 
8.3.1800
 
Einzelbild herunterladen

) 26 ( * *

(Vckonomr'fche Nachrichten.

Mittel gegen die Kornwürmer. Fortsetzung.

( s. Nro. IV. )

Ein anderes erprobtes Mittel gegen alle Kornwürmer giebt d'er Abb^ Rotier, in dem Journal de Pbyfique &c. folgender- masen an:

Man nehme grüne Raute (Ruta graveolens, Linn. ) Gavebaam, oder Se- renbaamtaub ( hmiperus fabina, Linn.) grünen porre oder Spanischlauck (al- lium porrum Linn.) von jedem zwey Hande voll: ferner Rainsarren ( Tana- cetiitn vulgäre Linn.) von der kleinen Abart Ves Basilienkrauts ocimum hafi- ticum var.) von der großen oder auch von der kleinen Salbey ( falvia officinahs, et var. ) grünes Pererstlienkraut (Apium petrofiliunr) Petersilien - Murrel , von sedem eine ^anv-voll. Alle diese Krauter und Wurzeln werden klein gehackt, und zerstossen und zerquetscht. Man lege alle diese zerstossenen Krauter in einen Kessel, und gieße etwa 9 Quart Mistjauche dar­auf. Hieraus decke man den Kessel mit einem Decke! zu, und noch ein nasses Tuch darüber: so lasse man die In- fuston 24 Stunden stehen, alsdenn bringt man dieselbe in freyer Lufc übers Feuer, und lasset es etwa eine Viertelstunde wobl sieden. Hierauf feige man die Feuchtigkeit durch, und verwahre das übriggebliebene Dicke, nachdem man es ansgepresset hat, zum fernern Gebrauch. Zu der im Kesse! gekochten Brühe gieße man 4 Quart recht starken weinessia, ver­mische alles wo! zusammen, und bestreiche vermittelst eines großen Maurerpmsels, vier Zoll hoch, sowvl die Mauer, als auch den Fußboden rund um den ganzen Kornboden. Dieses Anstreichen wieder­hole man 10 oder 12 Lage lang ; und

verschließe sorgfältig sowyl ben Tage als bcy Nacht die.Fenster des Kornbodens, bis der Geruch endlich die Kornwürmer vertreibt.

Wahrend dieser ganzen Zeit must daS Korn mit Schaufeln, die lange Stiele haben, wo nicht geworfelt, doch stark umgestochen werden; denn dadurch wer­den dre Kornwürmer so sehr beunruhigt, daß sie herauskriecheu und fortlaufen. Der sie quälende Geruch der Brühe bringt sie endlich um, odernölhigt sie doch, das Korn gänzlich zu verlassen. Zulezt muß noch das Korn nach Umstanden, gesiebt, und nach Beschaffenheit der Witterung weniger uud öfterer umgestochen werden.

Wahrend des Umftechens des Korns, und wenn der Geruch schon ausdieKorn- würmer würkr, kehren eine oder mehrer- Personen, die aus dem Korne weglau- senden Kornwürmer nur einem Haarveseri zusammen, und werfen sie in eine Wanne mir Wasser, da inan sie denn den Hüli nern füttern kann, welche sie begierig fressen.

Um den Kornwürmern die Rückkehr ins Korn zu verwehren, kann man den ganzen Kornhauseu nur Brettern umge­ben, die mit der obigen Brühe bestnchen sind, und zulezr legt man das aufgeho­bene Dicke der ausgekochten Kräuter, laugst diesen Brettern, ,0 wie auch längst der Mauer rund um den Kornboden, wo­durch die Rückkehr der kornwürmer auf eine geraume Zeit verhütet wird.

AAA..

Edtkealporladang

Nachdem Henrich Anton Kleber von Leihgestern, in einem Alter von 2627 Jahren, vor ohngesähr 27Io.hr als Jä­ger-Pursche in die Fremde gegangen, der-