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In der Weser und Emmer wird diese Pflanze sorgfältig ausgesischt. Man legt sie auf etwas grvse Haufen, und wenn sie etwas gelb geworden ist, füttert man die Kühe damit, welche dieses Futter, sobald sie es ein wenig gewohnt sind, nicht allein gerne fressen, sondern auch eine Menge guter Milet) darnach geben, woraus allda eme goldgelbe Butter gemacht wird. Da diese Pflanze auch im Winter grün ist, so kann siever- mnthllch 'auch dann gebraucht werden, und vielleicht auch bei einem emtretien- den Futtermangel gute Dienste thun. *)
Um Marburg holt man die Pflanze ans dem Wasser, sobald das Eis ge- schmolzen ist, und giebr sie den Kühen frisch und getroknet, also zu emer Zeit, da noch frisches Futter fehlt.
Vam Säen der Garten - Sämereien.
Wenn jede Pflanze gcsaet werden soll, last sich nicht im Allgemeinen bestimmen. Säet man im Sommer, so wartet man bis ein sanfter Regen das Land durchfeuchtet hat. Auf dein vor Winter umgegrabenen Lande, bringt man den Saamcu, der im -Frühjahr gesäet wird, mit einem kleinen Karst unter. Die dadurch entstehenden Schollen werden nun beharkt. Auf frisch umgegrabenen Lande wird der Saame eingeharkt. Bei feinen Sämereien harkt man das im Herbst umgegrabene Land, im Frühjahr vor der Saar auf, säet den Saamen, und barkt ihn sodann ein. Je feiner aber der Saame ist, desto flacher muß das Eiu- harken geschehen.
In Garten, welche nichts von Uebek- schwemmungen zu befürchten haben, lassen sich folgende Sämereien im Decem- ber säen : Bohneukelbe, Borrage, Baum- kobl, Möhren, Dill, Cichorien, Früherbsen, Feldsalat, Kerbel, Melde, Pastinak, Petersilie, Portulak, rothe Rüben, Salat, Schnitlkohl, Sellerie, Spinat, Weiskraut, Würstng, Zuckerwurzel. Man muß aber solche Sämereien, i) nicht eher, als unmittelbar vor
Eintritt des Winrerfrostes säen,
2) und zwar in trokties schräg liegendes , gegen Norden und Osten ge- schüztes Land.
3) Dieses muß schon im November bei guter trokner Witterung umgegraben, eingetretten, und dann i Zoll tief aufgeharkt werden.
4) Das bis zur Säezeit erscheinende Unkraut muß man ausjaten, und dieses im Frühjahr wiederholen.
5) Zu dieser Absicht macht man die Beete nur 4Fus breit.
6; Endlich darf man nicht zu dick säen, und im Frühjahr muß man die Pflanzen durchziehen.
Bekanntmachungen.
i) Den 14ten d. M. Morgens 8 Uhr, soll der Gieser Rottzehenden in der F. Kellerevwohnuug öffentlich an den - Meistbietenden versteigt werden, solches wird hierdurch den Liebhabern bekannt gemacht. Giesen den 2teu Julius igoo«
Fürst!. Hessische Rentcy das.
2) Nachdem die zur Verlassenschaft der obnkangst verstorbenen verwittibten Pfarrer Laupus zu Berstadt gehörige
Modi-
*) Diesem Futtermanael find vorzüglich solche Gegenden ansgesezt, btt an' Unwissenheit/ Trägheit, SJorurtbeiie« und Bequemlichkeit keinen Klee baue«, In Normet" » pß'gt man bei Heumaiigei/ Jte ^upfelfarre. Polypodium filix besonders mas, dem Rmdvlkh/ de« Schaalen, Ziesen uw) Pstrdkkr vor.mversen/ welch- dgvo« sekk werde«, .


