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vom Umgraben des Gartenlandes.

Wenn man einen Garten hat, ist es nicht genug, daß man ihn fieistg wartet und pflegt; svudern man muß auch auf eine bessere Bearbeitung und auf Vered­lung der Gewächse raffiniren. Aus dem was hier von dein Umgraben des Garten­landes gesagt wird , wird Mancher ler­nen, daß viele Gartenbesitzer ihr Gar­tenland zwar fleisig, aber nicht industriös bestellen.

Jeder Garten der nicht Ueberfchwem- mnngen ausgesezt ist, sollte allemal im Herbst utngegraben werden, nm den Bo­den der wohlthatigen Wirkung der Vuff, des Frostes, Schnees und Regens zu ösnen. Au der Zeit ist auch das Land am besten umzugraben. Das Unkraut erfrieret, die Feuchtigkeiten verursachen eine nüzliche Gahrung in deut Boden. Man braucht das Land nicht zu behar- ken. Dies geschieht erst im Frühjahr, wo man ein solches Land nicht wieder um- grabt. Den Mist giebt man dem Land gleich beim Umgraben, und bringt ihn tiefunter. Die Beete werden abgetheilt, und die Wege abgetretten. Zwischen 2 Beeten tritt man den Weg anderthalb Fus breit, harkt ihn aber nach dem Ein- tretten wieder auf. Die Hauptw ge macht man 67 Fus breit. Zum Ein­sassen dienen Lavendel, Esper, Luzerne, Salbei u. d. Der Buchs ist ganz unnütze.

Vom Umgraben gelten nun folgende Regeln.

1) An heisen Tagen nimmt man es erst gegen Abend vor, damit das Land nicht zu sehr austrokne.

2) Das Land muß fein und tiefum­gegraben werden.

3) Zur Regenzeit soll es unterblei­ben , weil das Land dadurch schollig wird, und sein Ertrag sich vermindert. '

4) Der Arbeiter soll mit dem Grab­scheit gerade niederstoseu, nie mehr als 3 Finger breite Schollen nehmen, und tie­fer einstecheu, als das Grabscheit ist, so daß, wenn er die Scholle aufhebt, die oben über das Grabscheit hervvrstehende Erde, auf beiden Seiten des Spaden- stieles rückwärts in die Furche falle. Die auf der Spade liegende Scholle wirft der Arbeiter auf jene Erde, und zerstößt sie,

5) Tiefen und Unebenen müsserr ver­mieden werden, weil da das Wasser ste­hen bleibt.

6) So bald er so viel Larrd umge- graberr hat, als er mit der Harke be­quem erreichen kann, harkt eres, äus­ser bei dem Herbstumgraben , wo es un­terbleibt.

7) Das Unkraut soll er nicht mir untergraben, und geht es an, so macht mau den Anfang mit dem Umgraben von der^Nordfeite an.

Lieber die Benutzung der Sähme.

Sabme ist der Name den man in der hiesigen Gegend dem Wasser-Rau- nnnkel, Ranunculus aquatilis I in, giebt« Sie wächst häufig in Mühlgräben, rei­nen Bächen, beinahe in allen Flüssen und stehenden Wassern, oft in solcher Menge, daß sie den Lauf des Wassers erschwert. Sie blühet weis, und es scheint zur Zeit der Blühte im Mai und den er­sten Wochen des Junius ein Rasen auf dem Wasser zu schwimmen. Die Blätter sind haarförmig. »

Die Landleute im Elsaß nennen sie Aoocf 1 holen sie häufig aus der Jll und geben sie dem Melkvieh. Das Vieh giebt darauf eine schone Butter, welche Loockbutter genannt, und theuerer als anderb verkauft wird.

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