244 Messisthe «ZchiMtlichr semekttnSyrge Anzeigen
besten käme, was hatte das für Grund? Keinen andern als den , welcher Hernachmai durch zuverlässige Nachrichten hinein Zweifel mehr untcrwor- fen wäre, nämlich die Gegend zu einer-Wüsten zu wachen» Man durchsuchte die Vorrakhskammern des Unterthanen sehr genau. Nur tie Noch, welche sinnreich macht, hatte vieles so kunstreich verwahrt, daß, als nachmalen vow dm Beamten zum besten der Unterthanen Haussuchungen geschehen, ihnen auch die verborgene Schlupfwinkel willig entdecket wurden, solche zum öfternselbst ermahnet, die Ark das Getraydszu verbergen, als ein • Geheimnis zu bewahren. Es wäre hier möglich noch etwas geheim zu bewahren, weil man glaubte , es seye gar nichts mehr vorhanden Und eben dieses errettete zu den Zeiten , wo wmklich viele aus Hunger und Gesundheit ums Leben kommen sind, noch manchem das Leben. Wie aber,wann man eine genaue Berechnung der Fruchten des Landes- vor sich gehabt! hätte; wenn man diese eben so genau hätte w.ssn können, als die Anzahl der Feuerstäd- ten? Würde man alsdann nicht die Absicht, die Gegend zu einer wahren Wüsten zu machen, viel genauer haben können aussühren ?. An die Erhaltung des verborgenen wäre nicht zu gedenken gewesen , und man würde gewislich Lieferungen haben angesetzt, welche alles gänzlich erschöpft hätten, als wozu die Berechnung den. Weg gewiesen hätte.
Was einmal geschehen ist kann mehr geschehen. Die Erfahrung giebt die sichersten Erwartungen an die Hand; und wann man an keinen Krieg, gedenken wollte, bey irgend einer Verfassung, das wäre eben so viel atS m einer Stadt an keine Feuersbrunst und Spritzen zu gedenken.
Man wird nun sagen, es werde bey diesen Gedanken etwas zum Grund gesetzt, was nicht vorausgesetzt werden dürfte , und zwar daß eine solche Berechnung bekannt würde. Es ist äber sehr zu zweifeln , daß in einer Sache, welche durch viele Hände geht , eine Verschwiegenheit zu hoffen seye. Wäre aber eine Geheimhaltung möglich, so gestehen wir ger- ne zu, daß dieser Plan Vortbeile bringen würde, welche man alsdann erst würde einschen , wenn man die Berechnung würklich hätte vor Augen liegen. Doch sollte wohl dieses als ein Geheimnis zu bewahren dadurch möglichseyn , wenn es nicht unter viele Hände käme, sondern einem m dem -Oderfüi stenthum und so in der -Öbergrafschaft, vek etwan die Pollrey m vm Hgnven hätte gnderttauet würde» - < ., /
Freylich


