Ausgabe 
30.10.1770
 
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Gressrsche wöchentliche Aemeinnötzige Anzeigen

genug in diesem Stück besitzen, und daß eine Menge von Vorwürfen und Gründen der Verachtung wegfallen würde. Wenn eine Caffe mit aller erforderlicher Sicherheit eingerichtet, und insonderheit keine liegende Güter, gehndten und dergleichen veräußert, gute Aufsicht gehalten würde daß nichts davon verkäme, wobey nicht nur weltliche Beamte, sondern auch Geistliche selbst zu Rath zu ziehen wären, wenn weiter eine gewisse Gleichheit festgesetzt wurde, da jetzo im Gegentheil der eine Prediger tau­send Reichsthaler, der andre kaum hunder bezieht, obgleich der letzte ost mehr Arbeit, mehr Verdienste, und eine größere Anzahl Leute zu! versorgen hat, wenn ferner bey aller dieser ohngefähren Gleichheit doch auch noch einiger Unterschied in den Besoldungen bliebe, damit man verdiente Män­ner belohnen, alte Leute ohne ihnen in ihrem Alter ihre Besoldungen zu schmälkrn, einigermaßen versorgen, und denen ein wenig zu Hülfe kom­men könnte, die vermög einer größer» Familie, auch mehr nöthig haben, und wenn endlich bey dieser Gelegenheit von dem Ueberfluß der Caffe auch für zurückbleidende Wittwen und Waysen nach V.rmögen des Landes gesorgt werden könnte, so sehe ich nicht ein , was in der Errichtung einer solchen Caffe, bey welcher chon feiten des Landes Regenten aller Eigennutz «nd Eingriffe vermieden würde, zu tadle» wa«e r zumal wenn dieselbige nach und nach eingerichtet wird, so daß diejenige die bereits jn dem Be­sitz ansehnlicher Besoldungen sind, nicht dadurch beschädiget würden, wofern sie nicht selbst aus Billigkeit und Liebe für das gemeine Beste et­was hergeben wollte. Ob eine solche Anstalt thunlich sey, daran wird im allgemeinen niemand zweifeln. Was aber die würkliche Ausführung be- trift, so muffen redliche und unpartheyische Männer sich in einem jeden Land zuvor auf das genaueste erkundigen , alle Kleinigkeiten zusammen halten, und überschlagen, alle künftige Fälle, soweit es Menschen mög­lich ist , zuvor überdenken, damit man nicht Sachen anfängt, die unge­recht sind, oder die hernach nicht ausgeführt werdtn können, oder wo man mit Verlauf der Jahre bey sich ereignenden Unglücksällen Mangel und Schmählerungen der einmal gereichten Besoldungen befürchten müßte.

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Gb Tnstram Ghandy als ein lesenswürdrges Buch zu empfehlen feye? Um zu antworten theilen wir eine Probe mit.

O Sclawkenbcrgius! du getreuer Ausleger meines Disgrazias, - DU trauriger Verkündiger der vielen Geisseln und Unglücksfäüe, welche ich irr