und k7ächrr'chn«.
Beyde letztere Tragen fassen wir zusirmmen. Wir Men nun zween Kalle wodurch sich der Stand des Barometers verändern kann , wir können allemal bey einem jeden die Folgen anmerken, und solche unterden zwo Veränderungen des Barometers, wann es entweder steiget, oder fällt, abhandeln.
i) wann das Barometer fällt/ was find da vor Ursache« da / und welche Veränderungen erfolgen?
Eine Ursache ist die verringerte Elasticität der Luft. Diese wird durch aufsteigende Dünste vermindert. Das ist der Grund warum man beym Fallen veS Quecksilbers fchlieset, eS werde regnen und Wind geben. Ersteres gründet sich auf das Urtheil, wann Dünste in die Höhe steigen, so werden sie auch wieder herunttrfaüen, daS ist, es wird regnen. <öe# memialich geschiehst dieses so. Man muß aber einen Fall ausnehmen, und der ist dieser, wann die aufgestiegene Dünste durch den Wind wieder weggenommen werden, so baß sie bey uns zwar aufgestiegen sink , aber nicht wieder als Regen herunterfallen. Richtet man jedoch dabey sein Augenmerk darauf ob Ost ober West, Süd ober Nord, abweschlen, so kann man schon zuverläßiger schliefen. Nord und -Ost streichen lange über Land, und bringen nicht so viel Feuchtigkeit als Süd und West- Winde. Streichen letztere, so kann man mit sehr groser Wahrscheinlichkeit Mheilen, es werde regnen, wann das Barometer fällt.
ES ist noch eine andere Ursache der verminderten Elasticität der Luft, welche der Schlus unsicher macht, baß eS regnen werde, wann derMer- kuriuS fällt. Wann die Luftsäule etwas an ihrer Höhe verlieret, oder nicht mir ihrer ganzen Schwere druckt, so wird die untere Lust nicht sosehr zusammengepreßt, und ihre Federkraft geringer, mithin fällt der Mecku- rius. ErstereS kann geschehen; dann woher wollen wir schliefen, daß die Lust Atmosphaere immer von einerley Höhe bleibe ? Wenigstens ist grwis, daß eben die Veränderungen welche sich in dem Meer die Ebbe und Flut!) betreffend eräugnen, auch im gewissen Verhältnis ,in der Wft geschehen, und also diese zu einer Zeit höher ist, als zu der andern. Wann die Luftsäule nicht mit ihrer ganzen Schwere gegen d,e zunächst um die Erde befindliche Lust drucket, so dehnet sie sich mehr aus, und druckt nicht lo stark wie vorher durch ihre Federkraft auf das Quecksilber, und dieses • Ccc, muß


