n>
Dienstags dm rztm (vct. 1770.
Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.
&
Aieffsche
wöchentliche
Stücke aus einem Briefwechsel- *
ikiKM. H. Sie wissen schon daß ich mir auch Ihren Umgang in meiner nÄJB Einsamkeit kann zu Nutze machen. Ich lese Ihre Briefe und WKW unterhalte mich mit Ihnen die Feder in der Hand. Diese stille Gesellschaft erheitert mein Gemürh mehr als die gewöhnlichen andern mir ihren witzigsten Unterredungen. Ich kann Sie versichern, dann Sie sind schon gewohnt daß ich bey Ihnen allezeit offenherzig bin, daß ich auS denselben entweder niemalen, oder doch gar selten mit ganz ruhigem Herzen komme. Meine Pythagorische Untersuchung lauft keinmal für meine Gemükhsruhe nachtheiliger ab, als an dem Abend deS Tages, da ich in Gesellschaften wäre; wann zumahlen solche aus den klugen und gottesfürchtigen Leuten unserer Stadt bestunden. Es ifl ganz erschrecklich wie alsdann die Menschlichkeit unter die Füße getretten wird. Tadeln sie meinen Ausdruck nicht zugeschwind als übertrieben. Wenn Gottesfürchtige Matronen , und alte Jungfern welche sich an dem - Ade du falsche Welt $ T heischer
* Die übrigen sollen nach Beqnemlichkeit folgen.


