Einen
>*4 Giessftche wöch endliche gemeinnützige Anzeigen
Ihung ans sich gezogen, daß sie ihr Amt etwas hintan zu letzen bewogen werden. Es käme hier auf unpartheiiscke Zeugnisse an, weiche die Sache aus der Erfahrung entscheiden müßten. Genug daß dieses aus der Sache seihst nicht folgt. Man muß hier den eigenen Klagen nicht trauen. Diese zielen meistens auf eine bessere Beförderung , und heißen auf Deutsch; ich wünsche mir einen ergiebigem Dienst. Entweder itt'das die Hauptabsicht, den Zweck seines Amtes und das beste der Zub'fter zu befolgen; oder nicht. Ist ersteres, so wird ein solcher rechtschaffener Mann ohnehin diese Hindernis aus dem Wege raumen, und das aftuläjiige von sich thun. Eben so ist es mit denen beschaffen, welche ihre Ncbenstunden lieber gelehrteren Ausarbeitungen widmen wollen. Es ist aber nicht die Frage, ob man ihnen den Ackerbau aufdrmgcn soll ; cs ist auch nicht die Frage, ob nicht einer oder der andere besser denselben von sich thun; sondern das, ob man allen und jeden die Besoldunqsauter solle entziehen Man wird auch nicht verlangen , daß alle und jede Schriftsteller seyen. Setzet aber ein Mann die Haupkabsicht seines Amtes auf die Seite; dem nehme man denselben immer. Was wird folgen? Wird er gebessert werden? Ne:n der Herr Pfarrer wird spatzrren gchen , Gesellschaften suchen, kurz er wird da er einmal die Hauptabsicht seines Amtes auf Seite ssetzt, immerhin einen andern Zeitvertreib suchen. 2
., 2)_Es gl'ebt Gelegenheit daß der Prediger Verächtlich , Wir geben es zu, daß ein und der andere durch sein unanständiges Betragen dieses bewurke. Diese werden ebenfalls auf eine andere Art ausschweifen. Wer wird verlangen die Dienste eines Knechts zu thun, oder stets bey seinen Arbeitsleuten zu seyn? Das ist eine Unanständigkeit. Wir berufen uns hier ebenfalls auf die Erfahrung. Die meisten Bredi- ger haben in hiesigen Gegenden Ackerbau, und die meisten haben alle die Achtung, welche sie nur fodern können. Welcher den Wohlstand verlaßt, u. d. gl. der wird den Wohlstand eben so wohl bey Seiten setzen, wenn man ihm auch diese Gelegenheit benimmt. Die Folge welche man daraus auf die allgemeine Einziehung ihrer Güter machen würde, würde e^n'- ^ailbabc auf diese, welche es übertreiben ein wach- sames Auge ^erinnere sie, und nehme ihnen, wo sie sich nicht ändern, das weg, was zum Misbrauch Anlas gegeben. Mn Mele nur nickt von einem oder dem andern Auf. alle. w 1 °


