Mesflsche wöchentliche gmelNuUe KllzeUN Mb Mchrichtca Ein nnd Zwanzigstes Stuck.
Dienstags den 2Lten tTtey 1770.
SDJit Hochfürstl. Hessen Darmstädttscher gnädtgsten Erlaubnis.
. Abbandlung der Frage: Ob es rachsirm fcV/ daß man den Pr^ vrgern den Äckerbau lasse, ober Ob es besser |eye, ihre Gu- ter einzuzieh en. (
gebt bei; dieser Frage, die würklich einen merklichen Einfluß ins
-Ji gemeine Beste haben kann, wie bey vielen andern, die man nicht ßenou bestimmt. Man wiederfpricht, und das Recht ist auf Heyden Seiten, nachdem man nämlich die Sache aus einem Gesichtspunkt betrachtet. Man muß also die Frage zergliedern. Fragt man , ist es besser, fo muß man auf eine von den zwo Fragen sehen. Einmal, ist es besser für die Prediger selbst ; oder zwevrens für das gemeine Beste-' Erstere Frage wird billig bey feite gesetzt, dann das allgemeine Beste gehet vor. Wir bestimmen also leztere noch genauer. Nun siedet man in Bestimmung dessen, welches bester wäre, entweder auf dieSa- ebe an und für ficb selbst/ so wie sie aus den Begriffen allein , ohne Nivsicht auf die zufällige Umstände, kann beurteilet werden; oder man sie- het auf die zufälligen Umstände, muß allerdings geschehen.


