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auch kein Ott, wo nach Proportion dessen Größe und Nahrung weniger Bürger waren, welche Fabriquen und manufacturmäßige Gewerke betrie- den. Die Nahrung in derselben ist sehr groß und daher folget, daß dir mehrste Bürger, Metzger, Becker, Wirkhe und so weiter sind, welche daneben , entweder gänzlich oder zum Theil mehr oder weniger den Feldbau und der Viehzucht ergeben sind. Vormahlen sollen weit mehrere Fabrikanten und M mufacturarbeiter hier gewesen ftyn ; es ist daher kein Wunder daß seitdem viele Häuser eingeriffen worden. Bey solchen Umständen kann eS Nicht fehlen, daß in unserer Stadt sehr wenige schöne Häuser, dahingegen unsaubere und verfahrene Straßen viele Gärten und Höfe, eine menge Scheunen, Ställe und ofne Miftstärten anzutreffen sind; so sehr man sonsten in einer Stadt, welche groß und wohin viele Fremden kommen, um die Schönheit der Häuser und Strafen, wie auch um die Reimlichkeit bekümmert ist. Die Fremden haben daher keinen grosen Lüsten, sich lan- ge hier aufzuhalten, undauserhalb hält man durchgängig unsere Stadt vor ungesund. Wegen der Universität allein wäre es schon sehr zu wünschen, daß die Bürger weniger Feldbau und Viehzucht hätten. Wenn die Stadt nicht mit Vestungswerken umgeben wäre, so würde es nicht so viel zu bedeuten haben, sie würde auch vielleicht zu einer weit ansehnlichern Größe gelanget seyn. Es sind jedennoch noch einige Wege übrig wie man den Feldbau und die Viehzucht vermindern kann. Sie gehen kürzlich dahin, daß man entweder diejenige, welche einen starken Ackerbau haben, auferhalb der Stadt in einer gewissen Ferne anzubauen anhielte, oder dieStadtda- hin zu bewegen suchte, daß sie Denen angränzenden Dorfschasten das Abtriebsrecht, gegen einen geringen Zinß von jedem erkauften Stückland, in denen nächstgekegenen Feldern verstattete. Ich ziehe jedennoch den er- siern vor, weilen der Anbau einiger Vorstädte nicht allein zu größerem Ansehen gereichen würde, sondern weilen auch hiervon die erwünschte Folgen ehender zu verspüren wären. Ob diese letztere Vorschläge in Stand gebracht werden können, und was man zur Beförderung einer guten Ausführung zu thun habe, solches überlasse denen, welche bey dieser Sache mehr intereßiret sind Uebrigens sage ich sechsten, daß solche die Aufnahme der Fabriquen und Manufacturen voraus setzen , und alsdann darf man nicht fürchten, daß die leere Plätze, welche durch Umreißung der Scheunen und Ställe verursachet werden, lange unbebauet bleiben; ja ich glaube wenn man eine Srraße ringsumher an den Walle führen wollte daß die


