Ausgabe 
13.3.1770
 
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Sa Gresstscbe wöchentliche gemeinnützige Attzeigen

nem Lande, wo die Landesüconomie in geringem Flor ist, andere Umstän­den, welche bey einer jeden Frage insbesondere einschlagen, nicht zu geden­ken. So viel ist gewiß, wenn man die Unterthanen mit gutem Erfolg dahin anhalten könnte, so finden die beyde letztere Fragen ihre Cntledigung, guten theils von felbsten. Wie wohlen was die achte Frage insbesondere anlangt, es in einem Lande, wo die Fabriquen und Manufacturen beyna« he gänzlich darnieder liegen, schon genug gethan wäre, wann man solche anfangs so weit in Stande gebracht, daß man der auswärtigen Waaren, in Absicht auf die Landesproducten nicht benöthiget wäre. Es ist ohne­hin eme ausgemachte Sache, daß man zuvor den Handel und Wandel hu Lande selbst in Aufnahme bringen müsse, ehe an den auswärtigen, welcher von jenem zum theil abhanget, zu denken ist. Wann man gesetz­ten fals die drey erstere Fragen bejahen wolte ; wo werden dann die­jenige Dinge, weicher die Unterthanen benöthiget sind, verfertiget? Wo kauft man "solche von der Güte und um den Prciß als auserhalb Landes. Ich zweifele nicht wenn dieses einmal ausgemacht, daß ein jeder auch oh­ne großen Zwang von seinen Landsleuten gerne kaufen würde? Weiter, wozu dienet eine Kleiderordnung/ wenn sie nicht dahin gehet, daß die in­ländische Waaren einen besseren Abgang finden? Man muß also erstlich solche haben, ehe man hieran denken soll. Endlich, wie kann man wohl mit gutem Fug den Professionsverwandten den Ackerbau zu verlassen und fein Handwerk zu treiben anhalten, wenn er sich keinen gewissen Abgang der verfertigten Waaren versprechen kann? Will man sagen , dieser er- giebt sich eben dadurch, wenn der Unterthan solche Waaren zu kaufen ge­zwungen ist; so antworte, daß es wenigstens wieder alle Billigkeit laufet, wenn der Unterthan ohne sich vorder um die Güte derer Waaren zu be­kümmern und ihren Preiß zu bestimmen, gezwungen wird, und soll es dennoch geschehen, so wird er dasjenige heimlich tbun, was er sich sfient- lich nicht unterstehen darf, gleich wie der Handwerksmann sich nicht beei- fern wird, die Waaren in der bchörigen Güte zu schaffen und je mehr Und mehr vollkommner zu machen. *

Wie ist denn wohl bey diesen Umständen die Sache am besten an- zugreiffen. An Landesproducten fehlet es nicht, dasjenige daraus zu ver­fertigen , was man groß ntheils nöthig hat. Diese werden im Gegen- Iheil so zu sagen wieder die erste Grundregel der Landesöconomie ohnbear- deitet auserhalb Landes verkaufet, obgleich dasjenige was hiervon gezogen wird, bey weitem nicht himeicheny ist, die Mmen davon anzujchassen, wel-