sr Mesirsche wöchentliche gemeinnützige Anzeigen

men, als wenn man mit andern behaupten wollte, das Meer seye lang­sam mit seinen Ufern fortgerückt, als wozu nach der Analogie eine gar lange Zeit vorausgesetzt werden müßte? Dem seye wie ihm wolle, es bestäti­get sich daß in der Erden ein Feuer enthalten seye. Mairan zeigt durch Ver­suche und Rechnungen, daß wenn am kürzesten Tag die Sonnenwarmer seye, so seye die Grundwärme --z. Es ist also die ganze Wärme un­serer Athmosphäre aus einer gedoppelten Ursache vorhanden. Einestheils von der Sonnen und eines theils auf der Erden selbst. Man kann daher diese Folgen leiten.

Es ist hieraus zu erklären, warum es auf hohen Gebürgen kälter ist als anderswo, und woher es komme, daß die Gipfel der höchsten Ber­ge mit Schnee bedecket seyen. Sie sind weiter von dem -Ort dieser ei- genthümlichen Wärme der Erden entfernet. Ihre Würkung ist also nicht so stark, und auf der -Oberfläche der Berge so merklich alö in tieferen Ge­genden. Man darf nur auf die Natur acht geben, wenn der Schnee im Frühjahr schmilzet. Er ist oft auf der Oberfläche mit Eis überzogen, und da wo er die Erde berühret, schmilzt er häufiger. Das ist ein Merkmal, daß die Wärme in denseldigen würket, welche aus der Erden kommt. Hier stoßen wir auch auf die Ursache, warum der Schnee den Früchten im Winter nützlich seye. Er verhindert daß die Luft die aus der Erden auf­steigende Wärme nicht so häufig wegnimmt, als geschiehet, wenn die Er­de der Lust ausgesetzt ist. Er nimmt zwar auch Wärme an sich , aber als ein lockerer Körper nicht viel, und nicht so viel als die freye Luft. Ist diese gleich noch weniger dichte, so tritt, wenn ein Theil derselben erwas erwärmt ist, beständig ein andrer an seine Stelle, und raubt mehr Wär­me. Daher schreibt auch der Landmann dem Schnee aus der Erfahrung zu, daß er warm halte. Wenn nun auf den höheften Bergen der Schnee eine so starke Unterlage von Erden und anderen Materien hat, daß die Grundwärme nicht zu ihm hinaufdringen kann, so sind die Sonnenstralen m'cht vermögend eine beträchtliche Menge desselben zu schmelzen. Die Natur»kt aber nicht allein aus einer Ursache. Hier kommen noch mehrere dazu. Die Ursache der Kälte in höheren Gegenden kann in solchen unter der Erden vorhandenen Dingen erhalten seyn, welche die Wärme rauben. Das sind Mineralien Salz u. d. gl. Daher kommt es auch daß an manchen Gegenden, z. E dem Vogelsberg, Orte sind, wo im Herbst oder Frühjahr der Schnee, wenn er fällt oder weggeht, als wie nach einer Schnur Grenzen macht. Hier ist kein andrer »Grund

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