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rraheandem Gesichtskreis bleibst, so fallen ihre Stralen auf die Erde schief. Eine schiefe Würküng ist allemal schwach. Je schiefer vieselbigen auffallen, um desto weniger fallen auf einen und eben denselben Raum. »Hieraus laßt sich die kalte Jahrszeit erklären. Man muß aber auch hier eine Betrachtung machen, auf die bringe der Nächte. Die Luft als ein sehr dünner Körper wird schnell kalt. Nach einem Gesetz der Natur ge­het die Wärme, aus einem wärmeren Körper, in emen solche« der weniger ivarm ist. über. Die Luft, die ohne Unterlas ihre Wärme verliehret, raubt dem Erdboden die Wärme, welche des Tages von der Sonne ist verursachet worden. Je länger also die Nachte sind, um desto mehr Ur­sache ist zur Beraubung der Wärme, das ist, der Kälte vorhanden. Dann die Kälte ist nichts anders als eine Beraubung der Wärme. So wie nun die Sonne einen größren Bogen über unserm Gesichtskreis be­schreibt, so fallen mehr Stralen auf dieselbe; sie fallen nicht so schief; Vie Tage werden länger; die Ursache der Wärme vermehret sich also, und Vie Ursache der Kälte, das ist die Länge der Nächte, Mmindert sich; und so nimmt die Kälte auf dem Erdboden ab, und die Jahreszeit wird wär- t mer. . Kommt die Sonne über den Aequator, und werden die Tage län­ger als die Nächte, so überwiegt die Ursache der Wärme, deren Vermin- Verung, und die Jahreszeit wird wärmer. Dieses würde zum wenig­sten aus diesen Betrachtungen folgen wenn man nicht auf andere Um­stände zu sehen hätte. Es würde daraus folgen, daß die Zeiten, wo die Sonne gleich lange über dem Horizont bleibet, auch gleiche Wärme Ha­den würde; und also Frühjahr und Herbst, Vor-und Nachwinter von gleicher Wärme und Kälte wären. Es ist aber auf einen andern Umstand zu seben. Im Herbst ist die Erde durch die Sommttwärme erhitzet. Im Frühjahr ist sie es nicht, und den Wmter hindurch von ihrer Wär­me beraubet. Wenn also gleich die Täge im Frühling und Herbst gleich find, so ist doch ordentlicherweise die Wärme nicht gleich. Um die Zeit, va die Tage anfangen länger zu werden, ist meistens die vom Sommer überbliebene Wärme verloschen, und die Kälte wird , nämlich nach die­sen Gesetzen bet, ächtet, strenger. Nun ist aber zu merken, daß die Natur in einen Zusammenfluß von vielen Dingen handelt, und also aus andern Ursachen, worunter Wind, Erdbeben u. d. gl. gehören, Ausnahmen macht.

So hinlänglich dieses zur Erklärung der Wärme und Kälte des Erdbodens scheinen möchte, so gewiß ist es doch, daß noch eine andere Ursa-