und Nachrichten.
finde in unserer verderbten Welt, nichts mehr von Sparsamkeit im Essen weis, die hebe Genügsamkeit, da man sich, bey unfern ljeben Alten nur halb satt aße, eine ganz verborgene Tugend ist, so daß man mit seinen Augen sehen muß, wie sie das liebe Brodt, welches man aus der Erde Mit saurer Mühe ziehen muß, so sorgenlos verzehren.
Es scheint gar, man wolle einem Prediger zumuthen, daß er in ökonomische Gesellschaften solle tretten, und selbst auf die Verbesserung des Ackerbaues denken. Das gehet aber ganz gegen den Strom. Mein Vater wäre zwar ein ehrlicher 'Ackermann, und man sollte denken ich wäre oabey erzogen, ich verstehe aber nichts davon, weil ich mich von Jugend auf den Studiis gewidmet, und es würde eine Befleckung für die Wissenschaften seyn, wenn sich diese mit niederen Erkanntniffen vertrügen. Ich verstehe zwar auch Die Nakurlehre, und habe Sperlings Synopfin Phyficam sehr wohl innen, das aber alles sind viel höhere Sachen Da lese ich wie es aquas fnpracoeieftes gebe; Wasser welche über oKe Sternen , und die ohne Feuer und Luft sind. Wann ich da manchmal denke, wie diese Wasser ganz dunkel ja wohl ggr.Eis seyen, so verliere ich mich freylich m meinen Betrachtungen. Meine Gedanken werden aber doch dadurch von der Erden ab in die Höhe gezogen und daö ist doch einem gelehrten noch anständig. So kann ich meine Nebenstunven in erhabenen Betrachtungen recht gut anwenden. Ich bin
w.
Der andere Brief ist folgender:
rn. H. Als ich den Aufsatz den Ackerbau der Geistlichen betreffend dUrchkase, so vergnügte ich mich, daß ich wahrnahm, wie die Gedanken des H. Verfassers Den Meinigen begegneten. Dazu dachte ich mir die Uebereinstimmung der Veybehalttmq der Güter mit der hoben landeS- väterlichen Sorge, welche uns Befugnis ertheilet ökonomische Gesellschaften zu erdichten , und die edle Gelegenheit verschaft daß ein jeder daö Seine zum allgemeinen Wohlstand mit benfrnae. Daß es aar wohl angehe , daß ein Prediger ohnbeschadet seiner Wissenschaften einige Zeit dem Ackerbau widme, daß ökonomische Gesellschaften sehr nützlich , unb ei« Gelehrter haben mit Vorthest zu gebrauchen seye , ist unläugbar. Ich mache Ihnen also um deswillen eine Schilderung meiner Studien , und dieses um so viel steymükhiger, je gewisser ich versichert bin, daß mein
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