Gresssche wdchemliche gemekttttützige AnZcrgen «rcegek wird, sondern auch gar sich jemand erfrechet hat zu behaupten daß rS vortheilbaft seye, wenn man Predigern ihre Guter liefe, und sie da­durch ihre Nebenstunden, gut und nützlich anzuwenden bewegte, ich aber doch aus eigener Erfahrung weis, wie wenig einem Manne der phüolo- «isihe/ Philosophische/ Hermeneutische/ Dogmatische/ Mo-- ralische, polemische/ Exegetische/ Homiletische/ Epische, Symbolische / Casm'stische / Ascetische/ Latechetische Studia liebet, Zeit übria bleibet, so habe ich den Entschluß gefaßt ihnen öffent­lich in diesem QMef, welchen Sie können drucken lassen , wenn Sie an­derswo den Verfasser gedachten Aufsatzes beschämen wollen , vor Augen zu legen# wie wenig Zeit ein Mann übrig behalte, der auch auf dem Lan­de ferne Gelehrsamkeit, nicht unterdrücken wolle.

Vor allen Dingen gebe ich täglich einige Stunden den Grundspra­chen, dab.y auch das Lhaldarsche / wovon etliche Wörter km Daniel Vorkommen, nicht will ausgeschlossen haben, auch übe ich mich fleißig daS Syrische zu lesen, ob ich es gleich nicht verstehe, und weiter nicht als le­sen kann, welches auch nicht nöthig ist höher zu treiben. Es stehet doch -wem Gelehrten wohl an, wenigstens die Syrische Buchstaben zu ver­stehen. Und wenn ich dieses noch einige Jahre getrieben habe, so bin ich auch Sinnes das Äthiopische zu lernen, weil es doch mit zu denorien- balischen Sprachen gehöret, welche einem Theologen doch unentbehrlich sind, um mich in meinem Amt zur Erbauung meiner Zuhörer immer tüch­tiger zu machen. Was mir das Hebräische insbesondere in meinem Amt für einen grofen Vortheil bringe, davon bin ich überzeugt. Dann dadurch bin ich nicht allein im Stand in allen Predigten die Uebersetzung Lutheri zu verbessern, sondern es liegt auch ein groser Nachdruck in dem Laut der Worte selbst, darum unterlasse ich niemalen, sie erst Hebräisch oder Grie- «hisch hernach wann es die Zeit leidet Lateinisch anzuführen Es haben mich einige gute Selen in meiner Gemeinde, einige andächtige Weiber versi­chert, daß ihnen dieses jederzeit erbaulich wäre, und wann sie ein Hebrä­isch Worthöreten, so stünden ihnen die Thränen in den Augen , und dächten allemal wie es so schön in dem Paradies würde gelautet haben, wie Adam und Eva Hebräisch gesprochen. Ich unterlasse demnach nicht mich täglich nebst Hülfe eines guten Lexici darinnen zu üben, wie auch ich täglich analyflre, damit ich auch darinnen fest seye, und nicht nöthig ha­be, bei) einem vorkommenden Wort auf den §. 16. im Danz als zu ei- l<m Afylo ignoramiae meine Zuflucht zu nehmen. Auch übe ich mich in hr