114 Gieflisch« w?ch«mlich< gemeinnützige Anzeigen
Das mit Blut befleckte Eisen in Händen, sich noch als H-w t>ar|Mt, und seine kostet alS Tapferkeit rühmet-, So trat Caipba« in verzogner Stirne einher, und Suchte den Beyfall der Freunde, um seinen Gram ju betäuben; Abraham« Golk, du lastest dein Volk nicht! - er liegt der Verführer! Sprach er, und schlug an feint heuchelnde Brust und Hube Gleisnerisch seine Augen gen Himmel empor und bebte
Halleluja (Sje labten seinen Eifer die Freunde
Doch war ihr Ton nur traurig und ihre Augen nur schielend.
Selbsten Pilatus, auf dessen Pallast melancholische Stille Jetzt ruht, gienge in Dessinn einher, nach Golgatha schauend, Hassend daß Jesus den rasenden Haufen so wie an dem v.hlberg Plötzlich gestürzt. Voller Schwermuth irrt er von Zimmer zu Zimmer, Als das verwirrte Getöse de« Volk« von Golgaiba kommend Durch die Gaffen Jerusalen^ drang. Hier klopft- sein Herz und Schrecken betäubt' ihn als er den Hauptmann der Wache des Kreuze- J-su erblickte. Mit aus die Erde gehefteten Augen Trakt er vor ihn halb seufzend! Cs ist dein Urth-il vollzogen - Schon ist er tobt - - Pilatus versuchte dreymal zu fragen;
Jedesmal hielt ihn Betrübnis und Tdränen de« Hauptmann« zurück; Er Wandt sich und sah gen Golgarha hin. Noch bestürzter verlies der Redliche ihn da der Richter selbst trautet.
Joseph erschiene;
Mehr noch Pilato vertrauend als seinem tobenden Volke Hoft er den Leichnam Jesu noch im Grab« zu ehren. Seine Bitte mit der Unschuld Jesu zu schützen Stellt er vor die erhabene Blicke die Jesu« gen Himmel Für da« ihn spottende Volk zu seinem Vak-r gekhan: Vater vergib ihnen - über seine von Eifer und Unmuth Glüende Wangen rollt eine Thräne - schon wüste Pilatus Daß er den Leichnam Jesu verlange. Nimm ihn, Freund Jesu! Nimm' de« Gerechten Leichnam hin - Hier hast du auch Wachei Herr was sollt ich nun fürchten, nein ich fürchte nun nicht« mehr — Israels Krone ist hin - ach möchte ich heute noch sterben Mil dem Gerechten noch sterben--den Todt den fürchte ich nicht mehr!
Trostlos


