Ausgabe 
6.11.1770
 
Einzelbild herunterladen

Z6s GieMche rvö<Hettt!ichegemeittttötzige Auzeigett

duffen man sich in mancher Haushaltung beym Speisen nur noch gar zu häufig bedient, ebenmäßig einer einer hohen Regierung preiswürdige Auf­merksamkeit auf sich zrehn möchte? Es ist kein Zweifel, daß dasselbe ganz und gar verboten zu werden verdiene, folglich auch die Einfuhr desselben zu uns aus aydern Ländern. Ja, wenn es nicht auf einmal zu viel ge­wünscht wäre, so fügte sich noch gern hinzu, daß mir auch ein Verbot wider Die Einfuhr allce fremden Zinngcschirres, und selbst dessen aus Eng­land, wünschsnswürdig scheint, und zwar dieses nicht sowohl wegen darin zu befürchtenden Bleyes, wovon dies theurere Geschirr', und besonders Vas letztere, vermuchlich frcy ist, als anderer schädlicher Zusätze Halver, die Mandarin, wie in dem hier verarbeitet werdenden, mukhmaßm muß. Denn eben von diesen erhält das feine Zinngeschirr, feine und täuschende äußerliche Schönheit, seinen Klang und seine Härte. Doch erfordert diese Materre, um etwas bestimmteres darüber sagen zu können, eine besondere Untersuchung, die gewiß nicht ohne ihre Schwierigkeiten seyn würde.

Es ist in den hiesigen wöchentlichen Anzeigen vom Jahr 1766 ge­meldet worden, daß sich in dem zwey Stunden von hier entlegenen Fürst!. Nassau -Weilbnrgischen Dorf Hörnsheim ein paar alte Eheleute fänden, welche damals alberen das 71 te Jahr ihres Ehestandes bey noch guten Lei­bes-und Gemüthskräften angetretten hätten. Dieses seltene Paar wurde nun im Jahr 1767. durch Den Tod des Mannes Caspar Zörken ge- trennet, welcher den 4tcn May starb, nachdem er sein Alter beyläufigauf 91. und ein halb Jahr gebracht, und von 9. Kindern 42- Enkel und {.6 Urenkel mithin 107. Nachkömmlinge erlebt hatte. Dic Frau aber, Cer-- tharma/ gebohme Köcherin , ist Den rrken Merz des jetzt laufenden 2770ten Jahres fast 94. Jahrt alt und Lebens satt gestorben, nachdem sich ihre Nachkommenschaft immittelst auf 124 Personen gemehret hatte; von welchen an ihrem Sterbetage noch 80. am Leben waren. Beyde be­hielten den Gebrauch ihrer Vernunft bis an das Ende.

Diese wöchentliche Anzeigen werden von dem Verleger Johann Philipp Krie, ger Umversiräts Buchhändlern hieselbst, an die Herrn frebhaber gegen einen Rlhlr halbjährige Pränumeration geliefert. Einzelne Bogen werden fur4.fr. ausgege- den. Man kann auch den Herren Liebhabern mit denen schon herausgetsmme, neu Stücken dienen»