Ausgabe 
6.11.1770
 
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31S Gresirsthe wöchentliche gemeinnützige Anzeigen

PuMe seine völlige Richtigkeit, aber nur in sofern, als die Rede von der Innern Güte der Verzinnung wäre, in weicher billig gar kein Bley seyn sollte; nicht in Absicht auf ihr äußerliches Ansehn. Denn dieses verliert durch Zusetzung eiuer größern Menge des Bleyes an den Eigenschaften, wornach man bisher die Gute einer Verzinnung irrig beurtheilt hat, nicht nur gar nichts, sondern es gewinnt vielmehr gabey; wie die Proben, die jch damit habe machen lassen» genugsam zeigen.

5. r. Ueberzmnte nemlich, vemn'ttdfl des Coloph-mums/ a) tin Mengsal von i Theile Bley und 4 Theilen Malakischen Zinnes, (daS, deylaufig gesagt, noch reiner als das englische Blockzinn ist,) das Kupfer sehr gut, so thaten dasselbe b) 2 Theile Blry mit 4 Theilen dieses Zin­nes noch besser, und c) mit 5 Theilen Bley zu 4 Theilen Zinn ward die Verzinnung noch schöner, ja d) gleiche The,le Bley und Zmn gaben noch eine Verzinnung, so mit b. von gleichem Ansehn war; die aber e) rms 4 Theilen Bley und 1 Theilen Zinn sähe beynahe wie c. aus. Die f) vuS 4 Theilen Bley und 2 Theilen Zinn beynahe wie e. Endlich gerieth die g) aus 4 Theilen Bley und nur 1 Theile Zinn versuchte noch nicht ganz schlecht. Und da ich nach den letzten drey Verhältnissen noch Ver- rinnungen, statt deö Malakischen, mit englischem Zinne machen ließ, so zeigte sich selbst die letztere von diesem noch von beynahe so gutem An- «hn, wie e.

§. 3. Man ersieht hieraus, welch eine Menge Bley in einer Ver­zinnung enthalten seyn könne, ohne daß unsre Kunstrichter in der Küche sie verwerfiich finden würden; ja, wenn sie nach ihren bisherigen Einsichten fsrtfahren, die Güte der Verzinnungen zu bestimmen, so werden sie Ge­fahr laufen, ost der allerbesten die allerschlechteste vorzuziehn.

§. 4. Jch habe sogar einen nicht ganz vergeblichen Versuch gemacht, Kupfer ohne alles Zinn mit bloßem Bley zu überziehn, und, obgleich die­ser Ueberzug schlecht aussah, so bin ich doch wenigstens von seiner Mög­lichkeit überzeugt worden. Indessen wird derselbe kaum ohne einen gewis­sen Zusatz statt finden, der zwar, dem Gewichte nach, wenig oder nichts bedeutet, aber zu gutem Glück von denjenigen Leuten, die der Versuchung dlos gestellt sind, davon Misbrauch zu machen, jschwerlich errathen wer­ben wird.

§ 5. Ich komme jetzt zu der Verzinnungsatt des Kupfers vermre- tdß des Salmr'acs.

Mit