Ausgabe 
6.2.1770
 
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44 Wöchentliche gemeinnützige Anzeigen

i) Ist eine Verbesserung im Unterricht sowohl als in denen Sitten der Stadtschüler, um daraus dem gemeinen Wesen nützliche Bürger ruziehen, überhaupt möglich?

2) In wie ferne sind ihre Lehrer verbunden, dre Sitten derselben außer der Schule zu verbessern?

3) Sind die Lehrer oder die Eltern an der Ungezogenheit der Kin­der schuld, die sie auf der Straße verüben, und ist denen Eltern eine Geld­strafe aufzulegen, wann sie ihre Kinder auf der Straße und nicht zu Hau­se gewöhnen?

4) Wie ist der Kirchengesang zu verbessern, daß von den Kindern daraus kein Gespött gemacht, sondern langsam und andächtig gesungen werde?

5) Wie ist der Nahrungsstand zu verbessern; ist eine hohe Obrig­keit vermögend, mit gutem Erfolg die Untertanen dahin anzuhalttn, ih­re Nothwendigkeiten die man im Land haben kann, in und nicht auser-» halb Landes zu kaufen?

6) Last sich eine Kleiderordnung einführen

7) Kann man denen Profeßionsverwandterr, die durch die Betreibung des Ackerbaues ihre Profeßion hindern , verbieten, ersteres nieder zu Legen und letzteres zu betreiben ?

8) Wann vorhergehendes mitfa beantwortet werden könnte, wo find Mittel und Wege, ihre verfertigende Arbeiten mit Nutzen zu distri- buiren.

9 Wie käst sich dem starke Anwachs der Armen m unserer Stadt durch eine Versorgung füglich steuern ?

10 ) Ist es mbfam arme Kinder, die zwar Genie aber kein Geld ha­ben, denen Srudiis zu widmen, und woher die Mittel solchen den gehö­rigen Vorschub zu ihrem Vorhaben ;u tun?

ES werden ihnen vielleicht diese Fragen fremd vorkommen , indessen «erde ich doch auf deren Beantwortung begierig seyn-

Dera ergebenster

L. V,

ifle Fraget Ist ecke Verbesserung tc. Diese Frage werden wir nicht völlig beantworten. Entweder soll sie auf einen bestimmten Ortge» -en, oder sie wird überhaupt genommen. Im letzteren Fall müßten wir tme völlige Nachricht von allen Einrichtungen haben, wovon die Rede ftbn