vttd Nachrichten. z-z

5) So bleiben sie allerdings eine nützliche Erholung. Unter dieser Einschränkung aber müssen sie auch gebrauchet werden. Den ganzen Tag Romanen lesen wollen, das heißt sich den ganzen Tag von seinen Ge* schäften wollen erholen, das ist, gar nichts ernsthaftes thun, und die Zeit verderben.. Nur alsdenn ist eine Erholung vergönnet, wann man sich Da* durch zu seinen Geschäften kann geschickter machen. In dem Mittel wel­ches man dazu erwählet, muß allerdings noch auf dessen Nutzbarkeit ge­sehen werden, und eine Wahlstatt finden. Sollte aber wohl die Geschich­te nicht eben so wohl zur Erholung, zu einem nützlichen Zeitvertreib kön­nen dienen? Sollte sie nicht mit mehrerem Nutzen diesen Dienst können leisten, als Erzählungen aus einer andern-WA- ...

4) Was die Schreibart bekrift, so kann diese aus einem jeden wohl­geschriebenen Buch gebildet werden. Einen guten historischen Schriftsteller, einen Roum/ einen Bossrres / einen Gramer würde ich zu dem Ende der Jugend lieber in die Hände liefern als den besten Roman.

Sollen sie aber ja der Jguend in den Händen seyn, so würde ich ihnen dieftnige überliefern, welche solch« lächerlich machen , 4. E- einen Donquixotte und zwar um sie zu bewahren, daß sie sich keine eingebiloew Welt in den Kopf setzten, und Personen nachahmten welche nicht nachge- ahmet werden sollen» lieber aber würde ich Anekdoten oder sonsten ange- gehme Auszüge aus der Geschichte anstatt der Romanen ihnen empfehlen.

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Brüste! den 12. Novembr. 1770.

Ein hiesiger Physicrrs hat bekannt gemacht, daß das Meersalz ein herrliches Mittel sey, daß Vieh für der faulenden und ansteckenden Krand- heit zu bewahren. Folgendes Schreiben aus der Schweitz,; wo d« Vieh­zucht am meisten getrieben wird, hat ein Verhältniß mit seiner-Meinung. Es ist bey uns Schweizern üblich dem Hornvieh Salz zu geben, ein für* trefiiches Mittel gegen die Viehseuche, welche in unserm Land seit der Ein­führung dieser Gewohnheit noch niemals eingerMn -iss Mangiebteinetz Kuh des Morgends und des Abends ehe man sie melket, eine Pfote voll davon, dem übrigen Hornvieh aber nur eimmhl des Tages und den Schaafen alle zwey oder drey Tage.