Ausgabe 
3.4.1770
 
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dek wohl E Auszüge, man vor angehende Studirende gebrauchm kam. Aber W viel Dinge ieythalten nicht kiese schon, die einem Frauen­zimmer sehr gleichgültig und unerheblich sind. Will man denn beständig mit dem schönen Geschlecht tändeln , und niemals zu seinem Nutzen ar­beiten? Hier waren noch Lürbeern einzuerndten. Wie mancher dreht und wende? sich ein Buch zu schreiben? Und schon sind tausend vor ihm vor­handen , die er sich nicht allein erreichen geschweige zu übertreffen vor# setzen kann. j-

Man braucht dreierlei) Bücher, eines zur Grundlage, wornach man Mündlich unterrichtet wird, eins zum weitern Nachlesen, und endlich eins das man nachschlägt, wenn etwas vorkommt, das in beydev andern nur kurz berührt, oder gar ausgelassen ist, und das man doch gerne wissen möchte. In Absicht auf das Frauenzimmer ist noch von allen Gattun­gen keines vorhanden.

Cs fehlt ein Lehrbuch über die Geschichte, darinnen die Hauptsachen in einer gewissen fruchtbaren Kürze, in gehöriger Ordnung, erst die politi­sche Geschichte eines jeden merkwürdigen Volks und Staats nach dem andern, und dann die Historie der Kirche und der Religion, der Künste und Wissenschaften, so viel einem Frauenzimmer hiervon zu wissen nöthig ist, vorgestellt würden. An dem kurzen Abriß welchen Herr Schröck in dem ersten Theil feiner Kirchengeschichts von den ersten drey Jahrhunder­ten gemacht hat, könnte man ein Muster absehen, nach welchen Vie andre Theile der Historie, insonderheit die bürgerliche, abgehandelt werden könn­ten. Eben so könnte man die Cramerische Einleitung, welche einem je­den Theil dieses unsterblichen Werks vorgesetzt ist, als ein Muster gebrau­chen , wenn man nur die Verbindung, welche die synchronistische Lehrart nothwendig macht, trennte, und die Geschichte eines jeden Reichs ohne Verbindung mir andern vorsteüen wollte. Ein mäßiger Octavband könn­te dieses alles begreiffen.

Ein größeres Werk, das aus höchstens fünf biß sechs solcher Bän­den bestünde, könnte nicht nur anfänglich zur Vorbereitung des Lehrers, sondern auch nachher zu weiterm Nachlesen einer kehrbegierigen Schülerm dienen, die sich die Langeweile mit Nutzen vertreiben, und auch nachher wenn Hie Zeiten des Unterrichts vvrbey sind, noch zuweilen etwas zu ihrer

Verän-