Ausgabe 
2.1.1770
 
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Tochter reicher Elker» lsg-.an fitter nicht' viel b-Menden Krankheit ein,'« oe Wochen darnieder. Die g-schicklesten A-rzt- versprachen Hülfe. Von tue» f« Krankheit waren manche durch Hülfe Mittelmäßiger A-rzke errettet wor« Den. Nach aller Wahrscheinlichkeit würde dieses jetzt um so viel gewisser ge» fchehen sepn, da Aerjte von Erfahrungen und Einssch jur Hand waren. Man'bediente, sich ihres Rathes, und ihrer Vorschriften. Seit 'etlichen Tagen gebrauchte man ihrer .Arzenei. Da der Patient nickt den ersten Tagvöm Bette aufstund; so sande sich Sophronia, eine der ehrbarste» Makronen ihrer Stadk von ihrem Gewissen gedrungen ihren Verdacht endlich nicht mehr mit schwerer Mühe zu verbergen. Die Welt ist b6» fe - dock man soll nichts sagen - Gott verzeih mirS ich will mchl lügen - aber - man hat gar zu viel Cxempel - Sier macht- sie einige Kreuze, kur; die Krankheit war nicht natürlich. Wenn man einmal mit dem» ftn ßeinD in Händel gereich, Io muß man etwas übriges thun. Man schickte zu einem Manne, der sich auf Liese. Handel verstände. Run setzte man die gehörige Nüttel be» leite. A!an räucherte, und nahm Tranke und Pillen mit der größten Ehrerbietung. Kurz man überlieferte den Pa­tienten einen Betrüger, und der richtete ihn ungestraft hin. Ist «S nun nicht gegen die Menschenliebe, wenn man kiese und andere Barbarey mit kaltem Blute anfleht? Man kann zwar Nichthoffensolche auf einmal ru besiegen, aber man muß doch dahin arbeiten. Wahrend zehn biS zwanzig Jahren ist mancher Aberglaube verschwunden. Es ist zu hoffen, raß die traurige» Ueberr-st-, welche sich noch hier und da finden, ebenfals verschwinden werden. Jeder Menschenfreund n> das feine dazu b-ytra. gen. Bchttägxn von dieser Art wird dieses Blatt billig gewidmet.

Was die ökonomische Abhandlungen betritt, so geben wir hier eben, falls dem Verfasser des Schreibens unser» B-»sall. Nur setzen wir noch dieses hinzu Die Beschwerlichkeiten des vorigen Krieges sind uns noch » sri'chem Andenken und sein- Schäden fühlen wir noch und werden sie «och lange fühle» Wir habendi- größt- Ursach- Gott für den bisher geschenkten Frieden zu danken, wir wünschen dessen Fortdauer, dürfe» wir sie aber hoffen? Wir bedürfen weder des fluchtigen Dtt-rs noch des Nostradami, um einen baldigen Krieg vorouSjusehen. Wir dürfen nur die neuere Historie Nachsehen, und wir werden finden, daß-IN ewiger Fne. knZieäwfÄ Jahren in Deutschland etwas sehr selten^ ist.