Ausgabe 
29.8.1769
 
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$ GLeMche wSchmtlich-gEsittnStzige Attzetzett

m bewürken» ZweytenS hat insbesondere das Einölaftn der Lust in die Lunge, wenn es mit einem sanften Zusammendrücken der Brust wechstlS- rveise geschieht, den Nutzen, daß es dm noch schwachen Brustmuskeln in ihrer Wurkung unmittelbar zu «Hülfe kommt, und die Erweiterung der Brust erleichtert. Daß übrigens dieses Einblasen der Lust von dem oben- gedachttn Einhauchen des warmen AthemS, sitz einem erweichenden Mit­tel- in Betracht der Absicht, in welcher em jedes Mchicht, sehr verschie- dm sey, ergiedt sich von selbst.

So viel von den Kräften der Mittel überhaupt. Ich komme zu ih­rer Anordnung/ auf welcher der ganz« Erfolg unserer Bemühungen be­ruht. Nur jene Kenntniß von den wahren Kräften der Mittel, in Ver­bindung mit einer gründlichen Wissenschaft von dem Zustande eines Er­stickten, giebt Ulis eine sichere Anleitung zu einer glücklichen Einrichtung derselben; und aus dieser Ursache habe ich mrch dey diesen beyderr Stücken langer verweilen müssen. . -

Ich habe oben we wesentlichen Stucke, worauf unsere Bemühungen abzwecken müssen, oder medreimsch zu reden, die Anzeigen der Cur aus­führlich entworfen, und brauche sie daher hier nur kurz zu berühren, und so denn von der Anordnung der Mittel selbst, meine Vorschläge mittu* Heilen. Unser erstes Geschäfft, nach geschehener Befreyung des Kops- von dem angehäuftem Blute , betrifft die Aufhebung des Krampfs, wel­cher das Athembolen verhindert. Von den krampfhebenden Mitteln müssen wir daher dm Anfang der Cur machen, wenn wrr anders gewiß gehen wollen; denn ehe dieser Endzweck nicht erreicht ist, ist alles andere verge­bens. Haben wir aber denselben erreicht - und ob dieses geschehen sey, sehen wir aus dem gewissen Kennzeichen, wenn sie bey dem Einblasen der Luft in den Mund, wobey die Nase zugehalten wird, die Brust erhebt - denn schreiten wir zu den reizenden und stärkenden Mitteln, wovon wir jedoch jene entbehren können, wenn das Athemholen bereits von selbst sich wieder einstellt. Diesen Weg schreibt die Vernunft vor, die Erfahrungen bestärken ihn, und der Zustand unstrS Kranken macht ihn nothwendiA Man stelle sich aber die traurigen Folgen vor, die wahrscheinlicher Weift entstehen müssen, wenn durch eme unglückliche Anordnung dieses Versah­en umgckehtt, und mit Hintansetzung der krampchebenden Mittel, be­sonders aber deS so höchst nökhigen Aderlasses, von den reizenden der An­fang gemacht wird, von Mitteln, welche den Krampf vermehren und vielleicht umcherwinhkch smchm. Sollten wohl nicht viele durch diesen eben