Ausgabe 
25.7.1769
 
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rinder zu machen, sind den geschickten Vaumwollenarbeitem von selbst bi kannt, wobey doch überall besondere Vorthclle obwalten.

Nach dieser Vorbereitung wird die inländische Baumwolle miftt kürzesten Art der levantischen oder einer andern vermischet, und gestrichen. denn weil sie eben so kurz ist, kann sie ohne einen solchen Zusatz, nicht ver arbeitet werden. Zu andern Arten von Wolle hat man sie in der Arbeit am besten und dauerhaftesten gezeiget. Aus etlichen Arten der fremden Baumwolle hat man den Kern geschieden, und dessen Stelle durch die innlandische ersetzet, welches ein recht gutes Gespinnste gegeben Denn ßs ist zu merken, daß die innlandische sowohl feiner als die meisten Baum- wollenartey, und dabey allezeit leichter am Gewichte gefunden werde, und folglich-inS Gemenge an Masse mehr einbringe, als jene.

Das Streichen der innländischen Baumwolle mit der levantischen, Heschiehet mit solchen kleinen Kartätschen, vergleichen man in Berlin an- gefangen , sich bey der Zubereitung der Fldretseche zu bedienen; doch ist eS kesser, sich der gemeinen und gebräuchlichsten dabey zu bedienen. Da aber, wegen Kürze der innländischen Wolle, überall auf ein gleiches und ordentliches Gespinnste gesehen werden muß, so geschehet das Streichen derselben allemal in der Länge, damit Faser an Faser gleich und ordentlich zu fügen komme, und zwar auf dem Knie am besten; anstatt daß man eS sonst, wie bei) Verfertigung der sogenannten Flöden, anders zu thun ge­wohnt ist. Man hat bey Anfängern gefunden, welche mit Sem Spinnen Vicht-wohl fortkommen können, daß dieses nach dem zweyten Strichen gleich besser gegangen sey.

Das Spinnen wird auf denen in Berlin neuerlich eingeführten und verbesserten kleinen Rädern vorgenommen, und man lasset aus dem Pfun­de ro bis. Kl Stückenspinnen. Man hat nicht zu befurchten , daß diese Wolle Fcym Spmnen, wenn man nämlich damit ordentlich umzugehen weis, zerstäubet werde und verfliege; wie etwan andere fedrige Saamen- kronen vieler Blumen thun, welche weder eine wahre Baumwolle, noch Baumseide sind.

AuS dem Garne sind vor das erste, Strümpfe und Mützen verferti- Ket worden, die man theiis roh gelassen, theils schwarz gefäroer hat. Fer­ker hat man davon sekr dichte und damrha te Schnupftuchs, auchgestrus- kes i Ellen breites Zeug, mir dem leinen Aufzuge von verschiedenen Mu­stern gemacht, wozu noch ein guter fester Cattun gekommen ist. Sämmt, Eiche Proben deö Anbaues, der Einjammlung, Zubereitung und Verar.

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