Giessischew^ctzerrrkch^gcmemuützrZe Anzeigen uachgehends bey jeder Gelegenheit die Aufmerksamkeit der Gemüther vott dem Anblick ihres übelgebauten Leibes abgezogen und bis zum Erstaunen icher die wahre Schönheit ihrer ausgebildeten Seele gebracht. Aesop, wenn er würktich so gewesen t(l, wie er uns beschrieben tvirb / muß bey feinem sehr verschobenen Körper dennoch in großer Achtung geblieben seyn. Sokrates bleibt es durch seine Menschenliebe, und Weisheit ; und vom Sir Charles Clavendisch sagt Lord Clarendon; er wäre die edelste undlgrö» sie Seele in dem schlechtsten und unschicklichsten Körper gewesen.
Und wo wollen ungestalte sich auch besser zeigen- als in ihrer Sie^ len Größe? Hier steht der Tempel des Ruhms vor ihnen offen. , oe haben auf Vie Unsterblichkeit des Rahmens, so gut und manchmal eher wie andre Ansprüche. Nur geringe und leicht vergessene Verehrungen sind es, auf welche sie absagen müssen. Wenn andre fürs Vaterland fechten und heldenmüthig sterben; so müssen sie suchen zum Wohl desselbigen zu leben. Wenn es ihnen versagt ist an der Seite des Fürsten zur Ehre des- selbigen zu stehen, so können sie für seinen Ruhm ruhig im Cabmet arbeiten » wenn sie nicht öffentlich als Lehrer selbst auftreten können; so können sie denen, die ein besseres Geschick haben, die Anweisungen geben, und sie dazu bilden: würden sie auf dem Schauplatz eine schlechte Rolle spielen, und wenig Ehre emsigen; so können sie gute Schauspiele schreiben. Haben sie keine Hofnung. in den Kampfspielen gekrönt zu werden , so rönneu sie gleich einem Pindar die gekrönten mit Lobliedern erheben. Kürzere werden den Weg zu einer gegründeten Ehre gewis finden , nnr müssen sie dazu nicht anders als durch wahre Vollkommenheiten der Seele zu gelangen suchen-
Sie müssen zu dem Ende nothwendig da weg bleiben, wo es die beleidigte Ehre zu retten, und sich •» Ansehen zu sezzea , auf körperliche Größe, Starke und Geschicklichkeit ankömt.
Aller Putz, und solche äusserliche Dinge, die bloß den Körper jt» lieten, und ihn, wenn er schön ist, noch mehr zu verschönern gemacht sind, müssen sie sorgfältig vermeiden. Sie müssen sie als solche ansehen , die, wenn stediesefbigen mit ihrem Körper vereinigen, nur dazu dienten seineHaß. - liebfeit zu erhöhen, und ihn in seiner rechten nathürlichen Gestalt darzusiel- len. Sie müssen es als Klugheit ansehen, die erhabensten Vorzüge ihrer Seelen recht zeigen, «der auch sodann Pie Mange! nni> Gebre.


