Ausgabe 
24.10.1769
 
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Ute UM 5

wöchentlich- gmelllnutzge UnzeWll und Mchnchkcn

Vier und Vierzigstes Stuck.

Dienstags dm Mtett (Dctobr. 176-.

Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.

Von der Häßlichkeit.

K8lut Vostkammenheit des ganzen Menschen gehört auch sein wshlge- Ss^3g\ bautet Körper! ist Diefev gesund, unö WitD in asten Denientget'KJe, ß.9) schlcklichkeften geübt, welche ihn rieten! so hat et ost so viele Macht übet unsre Vorstellungen, daß wir bei) seinem ersten Anblick mit jenem al­tenPhilosophen de» Schluß machen- daß in einer s» furkreflichen Woh- uuna kein schlechter und gemeiner Bewohner seyn könne, ja I wider un< kern Willen werden wir schon einigermaßen für denselbigen eingenommen, ehe wir ibn selbsten noch kennen. Und doch ist dieser Schluß falsch. SL ffrfahtuna lehrt, daß nicht allemal eine schlechte Seele in einem editcn Leibe? und daß oft in dem allerschünsten Körper, die asterschlech- t« Seele wohne. Dis schreibe ich besonders allen denen jum Trost, welchen die Natur ihr Vorrecht versagt hat, und die deswegen von et* rmpn mit Unrecht verachtet werden.

n s Will man denen, die nicht schön sind, um deswillen keine Achtung beweisen; so lerne man ihren surtrefiichel! Geist kennen, man wird sie be. wundern. Wist man aber Diejenige, die das Auge durch ihre Sreize auf 3b X r