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m jhttk Entfernung; und bey den Ertrunkenen wird die Erhahung des Krampfs durch die Kalte, nm em neuer Bewegungsgrund zur Anmen^ Dung derselben. WaS ich übrigens von der besonvcrn Anordnung, dieser Mittel, sowie der übrigen, noch zu sagen habe, davon rede ich am Schluß: gegenwärtig belchäfftige ich mich nur mit den erwcisllchen- Wmkuygm Derselben, welche ihren wahren Nutzen außer Zweifel letzen und uns zu ih- «r Anwendung verbinden. Mit den erweislichen sage ich, dem: andere, Wurkungen, welche man diesem, oder jenem zufchmbt , sind mrerweis- sich * - Das Erbrechen ist eins der krastigstm Mittel, die krampfhaft ver- schloffene Luftröhre zu öffnen, und die Brust wieder in Bewegung zu bringen. Man hat gewiß ein großes, ja fast alles gewonnen , wenn man den Erstickten hiezu auf irgend eine Art vermögen kann. Die Erfahrung lehrt, daß Krampfe der Brust am geschwindesten durch rin Brechmittel
• Man glaubt z. B.von -em Reiben mit Tüchern, -aß es den natürlichen Kreislauf des Bluts wieder Hersteller und sucht dieses dadurch zu beweisen, daß ein aetriebener lebendiger Tbeil röther wird, als er vorhin gewesen, woraus man schließ, daß das Blut stärker dahin getrieben worden.^ Hieraus wurde also folgen, daß das Reiben die Kraft des Herzens und der Schlagadern vermehre. Kolgt dieses ? Jmlgeringsten nicht. Es laßt sich, meiner Logik nach, ohne einen starken Sprung zu machen, nichts weiter daraus schließen, als daß der geriebene Theil itzo mehr Blut in sich fasse, wie vorhin. Undnnnistdie Frage, wie dieses zugegangen? Jetzt könnteman antworten, daß der, durch die vermehrte Kraft des Herzens und der Arterien verstärkte Zufluß des Bluts die Ursache davon sey. Nimmt man aber dieses an, so muß man dieselbe Würkung einem erweichenden Fußbade zuschreiben, welches ebenfalls eiue starke Röche der Haut hervorbringt. Und dennoch ist es bekamit, daß dieses, wie alle erweichende Bader thun, gerade das Gegentheil bewürkt, nemlich die zusammenziehende Kraft des Herzens und der Aüttgefäße schwächt. Die Rothe macht hier daher aar keinen Beweis aus. — Woher rührt sie aber? Nichts ist natürlicher und kürzer, als folgende Erklärung. Durch eine wiederholte Ausdehnung , wie beym Reiben offenbar geschieht, werden unsere Fasern erschlaffet und folglich geschwächt. Geschwächte Blutgefäße treiben nicht nur das Blut minder hurtig fort, als natürlich starke, sondern sie wiederstehen auch weniger und lassen sich vom Blute stärker ausdehnen. Bleibt nun unter diesen Umstanden -er Zufluß aus den andern nicht geschwächten Gefäßen eben so groß wie vorhin, so häuft sich das Blut, aus diesen beyden Ursachen, natürlicher Weise in den geschwächt len Gefäßen stärker an. Die Menge des Bluts aber bestimmt die Rothe, - Ein Stoß gegen einen harten Körper, ein starker Druck mit dem Frnger gegen fieischichte Theile , lassen aus eben diesen Ursachen einen rochen Fleck hinter sich, und das Fußbad bewürkt auf eben die Art die Rothe, nur thut hier die Erwei, chung durchs Wasser, was bey jenen die Ausdehnung thut.


