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oben schon dec Kalte des Wassers bey Geleegnheit der Ursachen des Apo- plectischen Zustandes gedacht; hier verschlimmert sie die Umstande des Er-- trunkenen in einem andern Betracht: sie wird eine Mitursach des Krampfs, welchen wir bey Erstickten überhaupt zu bekämpfen haben, und daher ein neuer Bewegungsgrund zum Gebrauche krampfstillender Mittel. Die Warme mindert überhaupt die Spannung der Fasern; denenjenigen Krampfen aber, welche die Kalte erweckt, ist sie als das würksamste Mitte! vorzüglich angemessen. Die erwärmenden Mittel sind daher nicht nur von allgemeinem Nutzen, bey den Erstickten überhaupt; sondern ste haben außerdem noch einen bescmdern in Absicht auf die Ertrunkenen. Und auf diesen dnppelten Nutzen derselben gründet sich das Verfahren des Arztes - wenigstens sollte es sich hierauf gründen - wenn er den Verunglückten, nachdem derselbe entkleidet worden, in erwärmte Betten, in warme Asche oder Sand legt, und ihn mit selbigem bedecht: wenn er ihm warmen Athem, Mund auf Mund gelegt, stark einhauchen, und ihn mit warmen Tüchern, oder mit erwärmten ölichten Händen reiben läßt. Jenes , daS erstere, würkt bloß durch die Wärme?, welche in einem gleichem Grade über die ganze Oberfläche des Körpers verbreitet, und durch das Einhau- chen insbesondere zunächst an den eigentlichen Sitz des Uebels, auf die bequemste Weise gebracht wird: bey dem Reiben mit Tüchern aber kommt zu der"Wärme auch die Wechselsweife Ausdehnung der Fasern , als ein erschlaffendes und folglich die Spannung verminderndes Mittel , und bey dem letztern das erweichende und aus diesem Grunde zu jener Absicht eben so heilsame Oel hinzu. Wer hier keine medicinischen Einsichten hat, könnte denken, daß auf diese Art das Frottiren und die Erwärmung nur am Halse und an der Brust Nutzen schaffen, an den übrigen Theilen aber eine überflüßige Arbeit seyn müsse. Djefem kann ich - ohne mich auf den ausführlichen Veweiß einzulassen, wie mächtig sich ein krampfichtes Zusammenziehen sowohl, als eine Erschlaffung, von einem Thrile der Fasern auf der andern fortpfianze - nur kurz antworten, daß z. B. ein Dom - in den Fuß getreten, oder ein Splitter unter den Nagel am Finger gesto
ßen, allgemeine Zuckungen erregen, und hingegen ein Fußbad, ob es nur einen kleinen Tkeil von der Oberfläche des Körpers erweicht, durch die fortgepflanzte Erschlaffung der Fasern und Gefäße der Haut, einen gelinden Schweiß über den ganzen Leib herauslocken könne. WaS die andere Gattung der Erstickten betrifft, so machen diese hier keine Ausnahme. Die Hauprursach ist bey beyden die nemliche; dir nemlichen Mittel dienen
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