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fee ihn mit dem Centro auf die Spizze eines Fingers , und schlage mit einem kleinen Schlüssel auf den Rand desselbigen; so wird man einen schönen singenden Ton hören , im Gegentheil lasse man ein 4. Groschen, fiük zu der Grösse des Guldens mit dem Hammer austteiben, und mache diesen Versuch; so wird der Unterschied im Klange sehr groß seyn.
Wo nun einmal Glokken sind, da halte ich nicht vor nöthig, daß man Platten anschaffe; sondern solche Maschinen anlege, welche von aussen an die Glokken schlagen. Denn alsdann wird man nicht zu befürchten haben, daß selbige zerspringen. Um dergleichen Maschine ist der hiesige Math besorgt gewesen. Unserm Kirchthurm war durch das Lauten eben, falls Schaden zu gefügt. Ich ward also ferneres Unglük zu verhüten, er. sucht, dem Uebel abzubelfen. Ich habe demnach noch zu Ende des verflossenen Jahrs eine Maschine angelegt , welche auch verflossene Wey. nachtsFeiertageprobirt worden, und bißher volkommenes Genüge geleistet hat.
Diese Maschine ist sehr einfach, und von wenig Kosten. Dabey ist tu Stärke eines Knabens von f. biß 6. Jahren vollkommen hinreichend solche zu dirigiren, da zuvor 4. starke Männer nöthig waren, die Glokke zu treten. Den Nuzzm davon will ich einem jeden sechsten berechnen lallen. Ueberdieses bekennt ein jeder, wer nur einigen Vegrif vom Klange hat, daß die Glokke nunmehro weit silberreicher, und singender klinge, und daß das Sausen, welches durch den Schwung in der Luft verursacht wird, völlig wegfalle. Wolte man aber noch einen schönern und singender« Ton, wie auch etwas Erleichterung am Gewichte bewürken; so lasse man die Glokken flach, so wie Die englischen Uhrglokken giessen, und eine dergleichen von aussen auschlagende Maschinedarzu machen. Ich offeriremei- ne willigen Dienste, an jedem Orte, wo es nöthig, diese und andere Mi- schinen mehr anzulegen.
Sigismund Adolph Staberowg zu Kemberg bey Wittenberg.
. Wpwng der Freygeisterey.
Ein halb durchschaut System, das ost ein Geck erfand, Dec zwanzig Bücher schrieb, weil er nicht eins verstand, Ein lächerlicher Wiz mit gutem Ton verschwendet, Hat manchem seichten Kopf durch seinen Trug geblendet,
Noch


