Ausgabe 
18.7.1769
 
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-64 Gresslsche wöchetttlrch-gemeittttutzsge Anzeigerr

4 bekannt; wenn sie diise nicht' aus besondern Ursachen auf ihren Feldmar­ken mit Fleiß verkennen wollen. Es wird also den Herrschaften oder Be­amten nicht schwer fallen, sie auf'üchen zu lassen, und davon sowohl über- Süden Ott, nebst der daselbst befindlichen Anzahl aufrichtig anzuzeigen; '«och weniger aber bey künftiger jährlichen Vermehrung, ihren Bericht da­von fortzuftzzen. Wie sie denn überhaupt dahin zu. sehen haben würden, daß die Unkerrhanen sogleich vor das erste diese nutzbare Art von Weiden von allem Verschneiden, Behauen oder Ausrotten von nun an verschonen, damit man davon den jährlichen Vor-rath zu den vorhabenden Anlagen neh­men, die daran wachsende Wolle aber zu Fortsezzung mehrerer Proben rm Lande anwenden könnte. .. , ,, . , J

Was die Anpfianzung und jährliche Vermehrung dreser Nutzweide insbesondere bekrift, so hak sie nicht die geringste Schwierigkeit , wenn solche in gewisser Ordnung befolget wird, wobey man aber folgende Um­stände sehr wohl zu bemerken hat. Daß nämlich diese Baumwollenwei, de/ unter den übrigen im Land eine etwas spätere Art sey , dahero ihre Vermehrung allezeit von der Mitte des Märzes cn , auch den ganzen April und Anfang des Maymonats, fortgesezzet werden kann, wenn vor­her der Frost völlig aus der Erde ist, daß sie schon etwas erwärmet wor­den, wenn sie gleich schon zu grünen oder zu blühen angefangen hat, wie die Erfahrung bezeuget. Zwar hat diese Weide überhaupt die Eigenschaft der übrigen Landweiden. Sie verwehrt sich aber doch bey uns nirgends so ausschweifend, wie die andern: an allerwenigsten geschehet es durch den Saameu, da man keine Spur von dergleichen jungen Saatwciden m den Elßbrüchen zeither gefunden hat. ,

Es kann also nur durch die Zweige geschehen seyn , wo man junge Sttäzrcher davon einzeln ausschlagen gefunden, die in nassen Orten liegen geblieben sind, und Wurzeln geschlagen haben, wie es sonst geschich-t; oder sie müssen ordentlich eingeleget, eingeschlagen oder gestccket, Wörden seyir. Da nun die Fortpflanzung derselben au nassen Orten , und in lok- kerm Grunde sehr leicht von statten gehet, hat sich niemand ihpe Vermeh­rung wegen der übrigen Umstände selbst schwerer und mühsamer zu machen, als es nöihig ist.

Wenn man einen feuchten, dabey lokkem Boden in schattichtenOr- ren hat , wovon der Unterscheid gleich Emgaggs der Anweisung gezelget worden ist, so werden von der Vaumwollenweide, welche wirkliche Wolke getragen hat, m der Mitte des Märzes uyp per Hälfte des Aprils Zweig- fiehauerh