Ausgabe 
17.10.1769
 
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z 70 Gr'eMhe w§chMtlich--gemeLttttützige Attzergen

ches den Schaafen ein rechtes Gift ist und wovon ein Schaaf, wenn e- nicht gleich cr^pirt, doch gleich eine starke Krankheit ausstehen must.

6) Muß ein guter Schäfer auch acht haben, daß er kein Schaafvie- he in Stalle über Winter stellet, wo Ganse gesessen , Esel und Maul- thieren gestanden, wodurch das Schaaf den Anbruch f. v. d. Grind und Blattern bekommt.

7) Muß em guter Schäfer die vielerley Anfälle eines SchaafeS wisse« undauch gute und dienliche Mitteln dagegen anzuwenden. Die Krankheiten ei­nes SchaafeS sind vielerley, die gewöhnliche sind i)Aufstösig, r) Darm- Brand, z) Rost, 4) Westrost, 5) Darmgicht, 6) Toüung, 7) schwe­re Krankheit, 8) Lenden Blühte, 9) Verstopfung, io) Mayschwach- hcit, 11) WildeS Werk, 12) Darm wildes Werk, 1 r) Fliegend Feuer, 14) Innert. Feuer, if) Inwendiger Brand, i<$) Kalter Brand, 17) Duften, 18) Mundfäule, i9)Traaben, rv) GeheBlarste, 21) f.v.d. Anbruch Grind, 22) f.v. d. Schädigtet Grind, 2;) Cv.d. Gaiß Grind, 24) f.v. d. Erbgrind, 25) f. v, d. Pochen Grind, 16)C. v. d. Maul Grind, 27)Mse Augen, 28) Pest Beule, rc.

verkaufen.

Mchdeme das zu Echzel, Hesstn Darmstädkischm Oderamts Bin­genheim , gelegen aus einem Wohnhauß , Stallung , Scheuer, Blu­men , Krauch, und Baumgarten , 3 Morgen Wiesen und 57 Morgen Acker, Feld bestehende, uhralt freyadeliche so genannte Passerische oder Steinwehkdische Gut, Donnerstag den rten Novembr. a. c. öffentlich an den Meistbiethenden verkauft werden soll > als wird solches jedermänniglich hierdurch zu dem Ende bekannt gemacht, daß die etwanige Liebhaber sol­ches Guth nebst Appertinentien noch vor dem Termin in Augenschein neh­men, in termino erscheinen, die iveitere Conditiones vernehmen, und nach Gefallen mitbiethen können; worbey noch zur Nachricht dienet, daß das Echzeler Feld die beste Lnndereyen von der ganzen Wetterau hat, und ob­gleich wenige Wiesen bey dieftm Guth sind, solches um deswillen nicht zu regardiren ist: weilen man überhaupt in der Wetterau wegen des guten Sommerstrohes nicht viel Heu nöthig hat, auch solches zu Echzel abson­derlich bey der Hmernvtl um einen sehr billigen Preiß zu kaufen ist.

Bekannt-